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Streit um Camping-Werbung: Unbekannte wickelten Auto ein

Wendeburg-Meerdorf Streit um Camping-Werbung: Unbekannte wickelten Auto ein

Meerdorf. Die Meerdorfer sind sauer: Ein Auto mit Campingplatz-Werbung hatte Betreiber Hartwig Lühmann an der Kreuzung hinter dem Ortseingang abgestellt. Die Einwohner sehen darin eine Verkehrsgefährdung, Unbekannte wickelten das Auto kurzerhand in Klopapier ein, um ihren Unmut kund zu tun. Nun hat der Ortsrat darüber diskutiert und einen Beschluss gefasst.

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Der Campingplatz Paradiessee in Meerdorf: Einwohner und Betreiber streiten sich um ein Werbe-Auto.

Quelle: ISABELL MASSEL

Begonnen hatte der Streit damit, dass Campingplatz-Betreiber Hartwig Lühmann zwei amtliche Campingplatz-Schilder beim Landkreis Peine beantragt hatte. Diese wollte er an der Ostrandstraße in Peine und an der Meerdorfer Kreuzung aufstellen. „Viele Gäste kommen über die Autobahn - zum Teil aus dem Ausland - und finden nur schwer zum Campingplatz“, begründet Lühmann. Doch die Beschilderung sei vom Landkreis abgelehnt worden (siehe Hintergrund).

Anschließend habe er - nach Rücksprache mit der Gemeinde Wendeburg, dem Ortsbürgermeister und der Wito - ein kleines Hinweisschild an der Kreuzung aufgestellt. „Es wurde vom Landkreis abmontiert“, ärgert sich Lühmann. Daraufhin stellte er dort ein Auto mit Campingplatz-Werbung ab und zog sich damit den Zorn der Meerdorfer zu.

„Die Meerdorfer sind sehr verärgert“, bestätigt Ortsbürgermeister Joachim Hansmann (SPD). „Das Auto behindert die Sicht und gefährdet dadurch den Verkehr.“ Allerdings sei die Polizei zu einem anderen Ergebnis gekommen. „Er darf es dort abstellen, wenn er es alle 24 Stunden bewegt“, sagt Hansmann dem es trotz des Streits wichtig ist, zu betonen: „Wir begrüßen seinen Badebetrieb.“

Am Wochenende wickelten dann Unbekannte das Auto in Klopapier ein.

Einen einstimmigen politischen Beschluss fasste schließlich der Ortsrat: Die Gemeinde Wendeburg soll eine Beseitigungsanordnung mit sofortiger Vollziehung gegen den Campingplatz-Betreiber erlassen. Sprich: Das Auto soll weg.

Doch dazu müsste es erst einmal da sein. „Das Auto muss von der Klopapieraktion gereinigt werden“, betont Lühmann. Ob er es noch einmal aufstellt, könne er noch nicht sagen. „Ich hoffe, dass eine gemeinsame Lösung gefunden wird.“

Die Gemeinde indes will prüfen, ob die Entfernung rechtlich zulässig ist, sagt Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) „Dazu muss geklärt werden, ob es sich um eine Sondernutzung handelt oder nicht. Aber es spricht viel dafür, dass es eine Sondernutzung ist.“ Um eine solche handele es sich, wenn das Fahrzeug dort für Werbezwecke geparkt werde. Eine Genehmigung dafür habe der Betreiber nicht, eine Beseitigung des Autos könne dann angeordnet werden - aber erst, wenn es dort wieder steht.

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