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Staubteufel wirbelte um Storchennest

Vechelde Staubteufel wirbelte um Storchennest

Vechelade . Ein besonderes Naturschauspiel konnten kürzlich Georg Fiedler und Sabine Fiedler-Kriegel in Vechelade beobachten: Auf dem Weg zu einem Storchennest erlebten sie mit, wie dort ein sogenannter Staubteufel Heu bis über die Baumkronen empor wirbelte.

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Mit stoischer Ruhe ließ der Altstorch den Staubteufel an sich vorüber ziehen.

Quelle: Sabine Fiedler-Kriegel

„Wir sahen etwas aufsteigen, das wir zuerst für Rauchwolken gehalten haben. Es war alles so dunkel und dicht“, schildert Georg Fiedler. Zusammen mit seiner Frau war er eigentlich auf dem Weg zu einer Storchenberingung in Vechelde, denn er ist ehrenamtlicher Weißstorchbetreuer für den Landkreis Peine.

Auf dem Weg dorthin wollte das Paar noch nach dem Jungtier im benachbarten Vechelade schauen und wurde so Zeuge des Naturphänomens. Mit der Kamera verfolgten Fiedlers, wie der Wirbel immer dichter wurde und über dem Ort in größere Höhe aufstieg. „Es hat gut zehn Minuten gedauert“, erzählt Fiedler. Dann fiel der Staubteufel in sich zusammen, die Grasbüschel schwebten herunter und verteilten sich auf einer Fläche von mehr als einem Quadratkilometer auf Dächern, Autos und in Gärten.

„Für mich war besonders interessant zu sehen, wie die Störche darauf reagierten“, sagt der 62-Jährige. Der männliche Altvogel, etwa 12 Jahre alt, habe sein Junges bewacht und dabei eine stoische Ruhe bewiesen. „Er hat sich überhaupt nicht dafür interessiert“, hat Fiedler beobachtet. Ganz anders das drei Wochen alte Jungtier, das interessiert seinen Kopf in die Richtung des Staubteufels reckte.

Und hier ist das Youtube-Video vom Staubteufel:

 

Bei Andreas Friedrich, Tornadobeauftragter des Deutschen Wetterdienstes, laufen derzeit vermehrt Anfragen zu den sogenannten Staubteufeln, auch Kleintromben genannt, auf.

„Hunderte, vielleicht Tausende treten jedes Jahr auf“, so der Experte. Anders als Tornados, die im Zusammenhang mit Bewölkung entstehen, bilden sich Staubteufel bei sonnigem Wetter. Dabei entstehe durch eine starke Erhitzung der Luft eine Verwirbelung vom Boden aus, die kurzlebig sei und manchmal nur einige Sekunden, mitunter aber auch ein paar Minuten lang andauere.

Nichtsdestotrotz seien aber auch die Staubteufel nicht ganz ungefährlich, „leichtere Gegenstände wie Pavillons oder Zelte können nach oben gewirbelt werden“, schildert Friedrich.

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