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„Spielhallen-Bande“: Angeklagte gestehen

Wendeburg „Spielhallen-Bande“: Angeklagte gestehen

Wendeburg. Vor dem Braunschweiger Landgericht ging gestern der Fall um die „Spielhallen-Bande“, die auch in Wendeburg eingebrochen war, in die nächste Runde. Nach dem Prozessauftakt im Januar wurde die Verhandlung unterbrochen, da eine Verteidigerin ein Rechtsgespräch gefordert hatte.

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Vor dem Landgericht Braunschweig wurde der Fall um die „Spielhallen-Bande“ verhandelt.

Quelle: Archiv

Auf der Anklagebank sitzen sechs Männer im Alter zwischen 28 und 37 Jahren rumänischer Herkunft, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden, und eine 29-jährige Frau. Die Truppe war unter anderem im Mai 2015 in Wendeburg in eine Spielhalle eingestiegen. Dort erbeuteten sie Wechselautomaten mit 6000 Euro Bargeld. Bei den insgesamt zwölf angeklagten Diebstählen in Wendeburg, Königslutter, Velpke, Bitterfeld, Staßfurt, Celle, Bergen, Lehre, Garbsen, Wolfsburg und Nienhagen erbeutete die Bande, die in wechselnder Besetzung auf Tour war, rund 160 000 Euro. Bei ihren Einbrüchen von März bis Juli 2015 hinterließen sie ein Bild der Verwüstung. Es entstand ein Sachschaden von rund 90 000 Euro.

Nun war das Rechtsgespräch erfolgt und die sieben Anwälte ließen im Namen ihrer Mandanten verlauten, dass diese die Taten wie angeklagt einräumen. Zu einem Urteil kam es allerdings noch nicht, denn die Strafprozessordnung sieht vor, dass - auch wenn auf die Anhörung von Zeugen einstimmig verzichtet wurde - der Abschlussbericht der damals ermittelnden Beamten verlesen wird. Das mehrere Seiten starke Schriftstück machte erneut deutlich, mit welcher Zerstörungswut die Gruppe ans Werk gegangen war. Nachdem die Täter die Spielhallen ausgespäht hatten, fuhren sie mit gestohlenen Fahrzeugen die Glastüren ein, rissen mit Brecheisen oder Sicherungsbändern die Geldwechselautomaten von den Wänden, fuhren in einen benachbarten Wald und öffneten dort die Automaten. Mitangeklagt ist eine 29-Jährige, die den mutmaßlichen Tätern in Oschersleben eine Wohnung zur Verfügung gestellt und beim Absetzen des Geldes geholfen hatte. Dazu gingen die Männer in Spielhallen in Oschersleben, fielen dort aber schlussendlich auf, sodass mehrere Mitarbeiten unabhängig voneinander die Angeklagten identifizierten. Weiter konnten die Ermittlungsbeamten durch die Auswertung von Funkzellendaten und sich einer anschließenden Telefonüberwachung die gesamte Bande, deren Treiben und Anwesenheit an den Tatorten nachweisen. Auch die 29-Jährige hat inzwischen die Beihilfe eingeräumt, nachdem sie sich am Prozessauftakt noch dagegen gewehrt hatte. Der Prozess wird am Montag fortgeführt. Bereits dann ist mit den Plädoyers und einem Urteil zu rechnen.

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