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Spannende Diskussion über geplante Bahnunterführung bei Broistedt

Lengede Spannende Diskussion über geplante Bahnunterführung bei Broistedt

Lengede. Seit 20 Jahren wird über eine Unterführung am Broistedter Bahnübergang debattiert - am vergangenen Mittwochabend hatte der Handels- und Gewerbeverein Lengede (HGV) nun zu einer neuerlichen Diskussionsveranstaltung eingeladen, um die Bürger durch Fachleute über das bis zu 15 Millionen Euro teure Projekt aufklären zu lassen.

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Unter anderem diskutierten über den Bahnübergang (von links) Michael Peuke, Wolfgang Mann, Hans-Hermann Baas, Bernd Mühlnickel, Dr. Lutz Heusinger und Thomas Pfeiffer.

Quelle: pa

Neben Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas standen auch Bernd Mühlnickel, Michael Peuke und Wolfgang Mann von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau Rede und Antwort - genau wie der stellvertretende Verbandsvorsitzende vom Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) Michael Kramer sowie Thomas Pfeiffer (Ingenieurbüros bpr Hannover) und Dr. Lutz Heusinger (Nord-West Planungsgesellschaft Hannover).

Nach der Begrüßung durch den HGV-Vorsitzenden Bernd Löper erinnerte Bürgermeister Baas daran, dass sich der Rat schon seit vielen Jahren mit dem Thema „Beseitigung des Bahnübergangs“ befasst habe. Die Verlegung des zweiten Gleises habe die Zugfrequenz und damit die Schließzeiten der Schranken erhöht. Ingenieur Pfeiffer führte aus, dass bei einer Verkehrszählung im September insgesamt 36 Züge ermittelt worden seien, die den Verkehr tagsüber 33 Minuten und nachts 15 Minuten aufgehalten hätten. Die Prognose der Deutschen Bahn für 2025 gehe dabei von 88 Zügen mit zwei Stunden Schließungszeit aus.

Während der Diskussion wurde die vor allem für Unternehmen kritische Situation am Grubenweg hinterfragt. Eine Anbindung an die Unterführung sei nicht möglich, erläuterte Peuke. Frank Aschenbrenner befürchtet, dass er als Anlieger der Bahnhofstraße künftig keine Anlieferung durch Lastwagen mehr bekommen werde, da dort keine Wendeplatte eingeplant sei. Einige Diskutanten plädierten deshalb für den Erhalt des Bahnübergangs - auch aufgrund der stark verkürzten Schließzeiten.

Die größte Kritik bezog sich auf die lange Bauphase mit großen Umwegen und dichtem Verkehr in der Ortschaft - die Unternehmer rechnen dabei mit hohen Umsatzverlusten. Eine nicht repräsentative Saalumfrage machte dann die Skepsis greifbar: 57 Teilnehmer votierten gegen eine Unterführung, 16 waren dafür.

„Bedenken können immer im Planfeststellungsverfahren geäußert werden“, hob abschließend Mühlnickel hervor, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau.

Eine Kommune müsse auch mal gegen Einzelinteressen zwischen Gemeinwohl und Gemeindewohl entscheiden. Im Rahmen der Entwicklung der Daseinsvorsorge könne man da nicht ewig fragen.

pa

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