Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Schwerer Raub: Bortfelder muss erst ins Gefängnis und dann zur Therapie

Braunschweig/Bortfeld. Schwerer Raub: Bortfelder muss erst ins Gefängnis und dann zur Therapie

Braunschweig/Bortfeld. Sechs Jahre Haft wegen schweren Raubes und eine Therapie in einer Entzugsklinik: Dieses Urteil wurde gestern am Braunschweiger Landgericht gegen einen 22-jährigen Bortfelder ausgesprochen, der im Dezember 2013 eine Filiale der Bäckerei Sander in seinem Heimatort sowie im Januar und März dieses Jahres eine Tankstelle in Braunschweig überfallen und die Angestellten mit einem Messer bedroht hatte (PAZ berichtete). Er erbeutete dabei 1500 Euro.

Voriger Artikel
Küche brannte im Keller eines Einfamilienhauses
Nächster Artikel
Buntes Programm beim 1. Apfelfest in Lengede

Diese Filiale der Bäckerei Sander in Bortfeld war das erste Ziel des 22-Jährigen, das er überfiel. Er bedrohte die Angestellte mit einem Messer und erbeutete knapp 500 Euro.

Quelle: rb

Beim dritten Überfall blieb es beim Versuch, da er vom Tankstellen-Angestellten überwältigt wurde. Seit März sitzt der Angeklagte in Braunschweig in Untersuchungshaft. Diese Haftzeit wird ihm angerechnet. Bevor er eine Therapie zur Überwindung seiner Spielsucht, die er als Motiv für die Überfälle nannte, beginnt, wird er ein Jahr und vier Monate im Gefängnis verbringen. Nach dem Ende der Therapie soll er nicht mehr in Haft, aber weiter betreut werden.

Der Täter, der täglich mehrere Gramm Cannabis konsumierte, hat keinen Schulabschluss, ist aber bereit, diesen nachzuholen. Ein psychologischer Gutachter attestierte ihm eine Persönlichkeitsstörung. „Er hält sich selbst für einen Verlierer“, sagte er. Sein bisheriger Lebenslauf: Die leibliche Mutter starb, als der Junge fünf Jahre alt war - an Heroinsucht. Als auch der Vater starb, kam er in Pflegefamilien und ins Heim, bis er adoptiert wurde und nach Bortfeld kam. Als er 15 Jahre alt war, starb die Adoptivmutter, die von allen Verfahrensbeteiligten als Stütze für den Angeklagten erkannt wurde. Von da an gab es in seinem Leben „nur noch kiffen, um den Kopf frei zu bekommen und chillen“, sagte der 22-Jährige.

Am Tag des Raubversuches drohte ihm sein Adoptivvater, mit dem Rausschmiss. Strafmildernd hat sich das nicht ausgewirkt. „Der Angeklagte handelte bei den Taten differenziert“, so der Gutachter. Er erkannte die Angst der Angestellten, bat sie noch während des Raubes und bei der Verhandlung um Entschuldigung. Bis heute haben zwei von ihnen mit den psychischen Folgen des Überfalls zu kämpfen. Dies wirkte sich deutlich auf das Urteil aus.

in

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung