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Schullandschaft: „Veränderung in Vechelde ist überfällig“

Vechelde/Wendeburg Schullandschaft: „Veränderung in Vechelde ist überfällig“

Kreis Peine. Aus Haupt- und Realschule in Vechelde soll eine Außenstelle der Integrierten Gesamtschule (IGS) Lengede werden: Das sieht zumindest das Gutachten zur Schulentwicklung im Landkreis Peine vor - und die Vechelder Politik jubelt.

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Aus der Hauptschule (Bild) und Realschule in Vechelde könnte eine Außenstelle der Integrierten Gesamtschule (IGS) Lengede werden.

Quelle: ISABELL MASSEL

Vechelde

„Mit diesem Vorhaben laufen sie bei uns offene Türen ein“, so Doris Meyermann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Vechelder Rat. Und Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) erklärt: „Unser Bestreben nach einem modernen Schulangebot in Vechelde ist eingetreten.“ Mit einer IGS-Außenstelle, die er keineswegs als „Anhängsel der IGS Lengede“ versteht, werde eine neue Standortqualität geschaffen - „und wir umschiffen damit die Klippen für eine eigene IGS“, frohlockt der Verwaltungs-Chef. Um den Bestand des Vechelder Gymnasiums macht er sich keine Sorgen.

Doch wie beurteilt man die Pläne in den betroffenen Schulen? „Die Veränderung in Vechelde ist überfällig“, sagt Jürgen Tüpker, Schulleiter des Vechelder Julius-Spiegelberg-Gymnasiums. Zwar befürchtet er bei weiterhin rückläufigen Schülerzahlen und einer wie im Gutachten vorgeschlagenen Abschaffung der Schuleinzugsbereiche eine Konkurrenzsituation bei den Oberstufen, sieht aber gleichzeitig das Gymnasium in einer starken Position. „Wir stellen uns dem Wettbewerb.“

Sollte die IGS-Außenstelle in Vechelde kommen, sollten Lengeder Schüler auch das Gymnasium in Vechelde besuchen dürfen, findet Tüpker. Bislang müssen sie zum Gymnasium Groß Ilsede. Weder von der Vechelder Haupt- noch von der Realschule war gestern auf PAZ-Anfrage eine Stellungnahme zu bekommen.

Wendeburg

Schulleiter Dieter Carlens beurteilt das Gutachten positiv für die Oberschule Wendeburg. „Wenn die Politik dem Gutachten folgt, kann der Standort in Ruhe weiter arbeiten.“ Die Zahlen seien dank der Schüler aus Braunschweig gut. Für Eltern, die ihr Kind nicht zur IGS schicken wollten, sei die Oberschule in Wendeburg eine Alternative.

Das hebt auch Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU) hervor: „Die Gemeinde Wendeburg hat mit der Oberschule ein Alleinstellungsmerkmal.“ Er sei optimistisch, dass die Oberschule längerfristig von den zunehmenden Schülerzahlen aus Braunschweig profitieren könne. Zudem gebe es zwischen der Wendeburger Oberschule und der IGS Lengede eine Kooperation.

Anders sieht das Rosemarie Waldeck, Kreistagsmitglied und Grünen-Fraktionsvorsitzende im Wendeburger Rat: „Als Wendeburgerin bin ich erschrocken. Wenn wir in Edemissen oder Vechelde eine IGS bekommen, ist unser Schulstandort in Gefahr.“ Aus ihrer Sicht würde ein Kontrakt mit der Stadt Braunschweig Sicherheit bieten, dass von dort auch weiterhin Schüler die Oberschule in Wendeburg besuchen können.

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