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Schlosspark: Bürger wegen umgestürzter Bäume besorgt

Vechelde Schlosspark: Bürger wegen umgestürzter Bäume besorgt

Sorgen um den Baumbestand im Vechelder Schlosspark brachte jüngst ein Einwohner in der gemeinsamen Sitzung zweier Vechelder Fachausschüsse und des Ortsrates Vechelde/Vechelade vor. Dort seien mehrere Bäume durch Windböen umgeknickt oder abgesägt worden. Die Gemeinde will dem nun nachgehen.

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Ein abgesägter Baum im Vechelder Schlosspark. Im Hintergrund ist das Bürgerzentrum zu sehen.

Quelle: Isabell Massel

Vechelde. Auch der Entwässerungsgraben südlich des Parks wurde angesprochen. Dieser funktioniere nicht mehr, der Boden versumpfe, wurde moniert. Dazu erklärte Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD): "Der Graben wird jährlich geräumt." Dennoch habe die Verwaltung die Sorgen zur Kenntnis genommen und wolle nun Fachleute von der Landesforstverwaltung dazu befragen. Eine Baumpflege finde im Schlosspark nicht statt: "Es handelt sich um ein Naturgehölz", so der Bürgermeister.

Der Park, ursprünglich ein barocker Garten, wurde Mitte der 1970er-Jahre neu angelegt, erklärt Klaus Hermann auf PAZ-Anfrage. Der 56-Jährige, der lange Zeit in Köchingen lebte, ist gelernter Landschaftsarchitekt und hat sich in seiner Freizeit mit der Geschichte des Schlossparks beschäftigt.

Seine Blütezeit erlebte der Garten zur Zeit von Herzog Ferdinand (1721-1792), dem Feldherren Friedrichs des Großen, der sich in dem Vechelder Lustschloss ab 1767 seine Sommerresidenz einrichtete. "Herzog Ferdinand hat im Schlosspark eigene Umgestaltungen in Anlehnung an englische Landschaftparks vorgenommen", erzählt Hermann. Geschlängelte Wege, Verzicht auf übermäßige Blumenanlagen und viel Grün seien dafür typisch.

Pläne des alten Gartens gebe es nicht. "Aber es muss eine besondere Anlage gewesen sein. Zeitgenossen haben sie gelobt", erklärt Hermann. Daher meint er: "Der Park verdient eine komplette Überarbeitung. Er ist auf dem Stand der 70er-Jahre und gerade so erhalten worden." Dies solle kein Vorwurf an die Gemeinde sein, sondern vielmehr ein Ansporn, "mehr daraus zu machen". Schließlich handele es sich bei den im Park befindlichen Denkmälern, wie dem Abt-Jerusalem-Denkmal und der Sonnenuhr, um Besonderheiten für den Landkreis Peine.

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