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Schacht Konrad: Strittig im Landtags-Umweltausschuss

Schacht Konrad: Strittig im Landtags-Umweltausschuss

Salzgitter. Die Stadt Salzgitter sieht sich durch einen Entschließungsantrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag in ihrer ablehnenden Haltung zu einem atomaren Endlager in Schacht Konrad bestätigt. Dies machte Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) aktuell vor dem Umweltausschuss des Landtages auch im Interesse von Vechelde und Lengede deutlich.

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Die Zukunft von Schacht Konrad als atomares Endlager ist ein großes Thema in der Region.

Quelle: Archiv

In dem Papier fordern die beiden Regierungsfraktionen unter anderem ein Entsorgungskonzept, „das alle Arten und Mengen von schwach- und mittelradioaktivem Abfall umfasst und Anforderungen an ein Standortsuchverfahren für diese Abfälle definiert“.

Das Interesse an der Zukunft von Schacht Konrad ist auch im Peiner Land groß, insbesondere in den beiden unmittelbar angrenzenden Kommunen Vechelde und Lengede. Die Bürgermeister beider Gemeinden begrüßen die Aussagen von Klingebiel vor dem Ausschuss.

„Sie geben im Wesentlichen den Inhalt des Appels der Regionen wieder, dem vom Vechelder Gemeinderat am 17. Dezember einstimmig zugestimmt wurde“, macht Vecheldes Gemeindeoberhaupt Ralf Werner deutlich. Sein Lengeder Amtskollege Hans-Hermann Baas sieht das ähnlich, und auch der Lengeder Gemeinderat hat den Appel mit großer Mehrheit beschlossen.

Klingebiels Aussagen:

  • Schacht Konrad wurde in den 1980er Jahren als atomares Endlager ausgewählt wurde, ohne Alternativen zu prüfen.
  • Die Bewertung von Schacht Konrad müsse nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik geschehen. Die Genehmigung stammt aus dem Jahr 2002, die Sicherheitsberechnungen und Analysen sind über 25 Jahre alt. Seitdem hat sich in der Forschung viel getan.“
  • Die von der Endlagerkommission geforderte Rückholbarkeit von stark radioaktiven Abfällen müsse auch für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gelten, um späteren Generationen die Möglichkeit zu geben, auf neuere Forschungsergebnisse zu reagieren.
  • Eine Erweiterung von Schacht Konrad über die bisher genehmigten 303.000 Kubikmeter atomarer Abfälle müsse endlich definitiv ausgeschlossen werden.

Dass die umweltpolitischen Sprecher der CDU- und CSU-Fraktionen in den Landtagen in ihrer jüngst veröffentlichen Hannoverschen Resolution den kategorischen Ausschluss einer Erweiterung von Schacht Konrad sowie eine „seriöse und ergebnisoffene Endlagerforschung“ fordern, begrüßt der Salzgitteraner Oberbürgermeister.

Umso unverständlicher sei aber, dass im gleichen Atemzug auf eine „schnellstmögliche Inbetriebnahme von Schacht Konrad“ gepocht werde. ,Wir haben nichts anderes‘, ist ein ganz schwaches Argument für ein Endlager im Schacht Konrad“, mahnte Klingebiel.

wos

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