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Schacht Konrad: Stiftung nimmt die Arbeit auf

Vechelde Schacht Konrad: Stiftung nimmt die Arbeit auf

Vechelde. Schon seit langem hat Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) den Neubau des Vallstedter Sportheims als Förderobjekt aus dem Schacht-Konrad-Fonds im Blick. Gestern konstituierte sich in Salzgitter das Kuratorium der Stiftung und auch die Gemeinde Vechelde und Lengede sind mit im Boot.

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Im Schacht Konrad soll Atommüll eingelagert werden. Im Stiftungskuratorium des Entschädigungsfonds sind auch die Gemeinden Vechelde und Lengede vertreten.

Quelle: Rainer Jensen

Neben der Stadt Salzgitter, die mit fünf Sitzen vertreten ist, sitzen noch je ein Vertreter von Bund, Land, Energiewirtschaft und der Nachbargemeinden Vechelde und Lengede im Kuratorium des Entschädigungsfonds für das Atommüll-Endlager.

„Wir wollen diese Aufgabe bis zum Ende unserer Wahlzeit alternierend wahrnehmen, jeweils für anderthalb Jahre“, erklärte Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz (SPD) auch im Namen seines Lengeder Bürgermeisterkollegen, Hans-Hermann Baas (SPD), der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen konnte.

In der Sitzung habe sich das Kuratorium mit der Geschäftsordnung und den Förderrichtlinien befasst. Im September solle weiter beraten werden, sodass im Dezember erste Entscheidungen über Förderanträge getroffen werden könnten, meint Marotz.

Allerdings ergebe sich aus dem Fonds, der soziale und kulturelle Vorhaben unterstützen soll, keine unmittelbare Förderung für die Kommunen, bemängelt der Bürgermeister. Stattdessen könnten Verbände und Vereine Anträge an die Stiftung richten. Hintergrund dafür sei, dass Bundesmittel nicht direkt an Kommunen fließen dürften.

Marotz geht davon aus, dass der Verein Grün-Weiß Vallstedt in den kommenden zwei Wochen einen Antrag für den Neubau des Vallstedter Sportheims stellt. Die Ortschaft liegt vier Kilometer Luftlinie von dem Atom-Endlager entfernt, in dem ab 2019 radioaktive Abfälle eingelagert werden sollen.

Als Ausgleich sollen über die Stiftung 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von 35 Jahren in Kultur und Sozialwesen fließen. Pro Gemeinde rechnet der Vechelder Bürgermeister mit zehn Prozent der Fördersumme.

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