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Sägewerk: Neuanfang nach dem Großbrand

Lengede-Broistedt Sägewerk: Neuanfang nach dem Großbrand

Broistedt. Beeindruckend ist die neue Produktionshalle bei der Firma Ch. Borchard in Broistedt. Nach dem Großfeuer im Dezember 2013 feierte das Unternehmen am Freitag mit Geschäftspartnern, Mitarbeitern und vielen, die beim Wiederaufbau unterstützt hatten, die Neueröffnung.

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Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas zerschneidet mit Sven Pietsch (r.) das rote Band.

Quelle: pif

Dabei betonte der geschäftsführende Gesellschafter Sven Pietzsch: „Wir sind noch nicht über den Berg, denn rund 28 Prozent aller Unternehmen, deren Produktion durch ein Feuer vernichtet worden ist, verschwinden innerhalb von drei Jahren vom Markt.“ Bei dem Feuer war ein Schaden von insgesamt 7,6 Millionen Euro entstanden.

Allerdings versprühte er eine große Zuversicht. Denn schon drei Tage nach dem Brand konnte die Produktion andernorts wieder aufgenommen werden. Pietsch erinnerte an die schwierigen Tage, in denen fast alles gleichzeitig geschehen musste. „Wir waren uns damals auch noch nicht sicher, ob wir am Standort Broistedt weiter machen“, bekannte er. Das Unternehmen Ch. Borchard hat auch in Hildesheim einen großen Standort.

In einem kurzen Film wagte Pietzsch einen Rückblick - zunächst auf den Brand, dann auf die Tage danach und schließlich auf den Prozess und das unfassbare Motiv der Brandstifter. Zwei von ihnen waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und gaben an, sie hätten einmal einen richtigen Einsatz haben wollen. So beschrieb es der Film, den Pietsch mit Musik untermalt hatte. Der letzte Teil handelte dann vom Wiederaufbau.

Großer Dank ging auch an Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD) und die Gemeinde Lengede generell. Denn für den Wiederaufbau musste der Bebauungsplan geändert werden. Das schafften der Rat und die Verwaltung in rekordverdächtigen knapp neun Monaten - in nicht einmal einem Jahr Bauzeit war dann für 2,6 Millionen Euro eine neue Halle entstanden.

Im Beisein der Gesellschafterinnen Alexandra, Nicolette und Ingrid Epp durchschnitten Bürgermeister Baas und Geschäftsführer Pietzsch dann das rote Band. Unmittelbar danach öffnete sich ein Tor zur Halle. Die Besucher hatten dann Gelegenheit, die neue, moderne Produktion zu besichtigen. Anschließend gab es im aufgebauten Festzelt ein leckeres Büfett.

Von Thorsten Pifan

Inferno in Broistedt: Flammen schlugen mehr als zehn Meter in die Höhe

Broistedt. Es war einer der größten Brände in den vergangenen Jahren im Peiner Land: Das Feuer im Sägewerk der Firma Ch. Borchard an der Vechelder Straße war am Abend des 15.Dezember 2013 ausgebrochen und hatte sich in dem Betrieb rasend schnell verbreitet. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden. Mehr als 260Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Angesichts der Ausdehnung des Brandes war die Wasserversorgung eine logistische Herausforderung. Die Berufsfeuerwehr Salzgitter, die ebenfalls im Einsatz war, richtete einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen von der Fuhse ein. Damit die Hauptstraße durch den Ort nicht gesperrt werden musste, führte der Pendelverkehr über das Gelände der Firma Stoll.

Zuerst schützten die Feuerwehrkräfte ein Wohnhaus auf dem Gelände. Das Übergreifen der Flammen auf weitere Teile der Halle, in der Paletten lagerten, konnte dagegen nicht verhindert werden. Gefährlich war auch der Funkenflug, der weitere Gebäude und Lager auf dem ausgedehnten Gelände bedrohte, akut betraf das zwei weitere Hallen.

Sämtliche Ortswehren aus der Gemeinde Lengede waren alarmiert, genauso die Feuerwehr aus der damaligen Gemeinde Lahstedt, die mit dem Schlauchwagen zur Unterstützung kam. Wegen der schwierigen Wasserversorgung wurde ein Spezialzug aus der Stadt Peine angefordert. Insgesamt waren drei Drehleitern im Einsatz – aus Peine, Vechelde und Salzgitter.

Nur wenige Tage später, an Heiligabend des Jahres 2013 griff die Peiner Polizei zu und verhaftete zwei Männer (19 und 21Jahre) unter dem dringenden Tatverdacht, das Feuer in Broistedt gelegt zu haben. Beide erhielten Freiheitsstrafen von je drei Jahren und sechs Monaten. Das Gerichtsverfahren hatte ergeben, dass sie von einem 20-Jährigen angestiftet worden waren. Dieser erhielt eine zweijährige Haftstrafe, die aber zur Bewährung ausgesetzt worden ist.

pif

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