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„Respekt, aber keine Angst vor Einsatz“

Interview mit Vecheldes Feuerwehr-Sprecher Daniel Goebel „Respekt, aber keine Angst vor Einsatz“

Vechelde. Während andere an Silvester ausgelassen feiern, steht den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren im Peiner Land meist eine arbeitsreiche Nacht bevor. Denn gerade zum Jahreswechsel ist das Risiko hoch, dass es etwa durch den unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern zu Bränden kommt. Wie erlebt ein Feuerwehrmann eigentlich Silvester? Wie entspannt man trotz ständiger Einsatzbereitschaft? Und wie geht die Familie damit um? Die PAZ sprach mit Daniel Goebel, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde-Wahle.

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Daniel Goebel, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde-Wahle.

Quelle: oh

Herr Goebel, als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde sind Sie immer in Bereitschaft - auch an Feiertagen, wie etwa Silvester. Wie erleben Sie den Jahreswechsel?

Wir feiern seit Jahren mit Freunden in ruhiger Atmosphäre, in Vechelde. Der Jahreswechsel ist meist entspannt und ruhig - das gilt für die letzten beiden Jahre. Unter unseren Freunden sind natürlich auch andere Feuerwehrmänner, unsere Frauen wissen also, dass Sie den Abend eventuell auch allein verbringen müssen.

Kann man da überhaupt entspannen oder lebt man in der ständigen Angst, gleich zu einem Einsatz fahren zu müssen?

Man sollte unbedingt entspannen können, Respekt sollte man haben vor dem was einen erwartet, Angst hingegen sollte man nicht haben, das ist nicht gesund. Feuerwehr soll ja auch Spaß machen, es darf nicht zur Belastung werden, es ist für uns ja ein ehrenamtliches „Hobby“, wenn andere zum Fußball fahren, „beschützen“ wir unsere Mitbürger, das haben wir uns ja selber so ausgesucht.

Feuerwerk, Böller - zum Jahreswechsel gehört ja auch die Knallerei. Müssen Sie an Silvester häufiger ausrücken als an anderen Tagen?

Bei der Feuerwehr ist nichts planbar, lange Zeit passiert nichts, dann haben wir drei Einsätze an einem Tag. Zum Jahreswechsel ist natürlich das Risiko höher als an anderen Tagen, die letzten beiden Jahre war es in unserer Gemeinde ruhig, es hat aber auch schon Großbrände, zum Beispiel den in Alvesse 2006/2007, gegeben.

Gibt es ein besonderes Silvester-Einsatz-Erlebnis, an das Sie sich erinnern?

In Erinnerung bleibt der Großbrand 2006/2007 in Alvesse, hier brannte ein altes Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert, unsere Kräfte waren bis in den Neujahrsmorgen im Einsatz.

Warum engagieren Sie sich denn generell in der Feuerwehr?

Feuerwehr ist ein anspruchsvolles Hobby und bietet viel Abwechslung, es gibt eine tolle Kameradschaft und ich habe viele Freunde bei der Feuerwehr, es macht Spaß für andere da zu sein und zu helfen.

Und was sagt Ihre Familie dazu?

Meine Frau unterstützt mich bei meinem Hobby, sie freut sich immer besonders, wenn nachts der Pieper geht und ich das Haus verlasse (lacht).

Interview: Mirja Weber

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