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Rat Wendeburg beschließt Sporthallen-Sanierung

Wendeburg Rat Wendeburg beschließt Sporthallen-Sanierung

Wendeburg. Das war knapp: Mit 14 zu 13 Stimmen beschloss gestern Abend der Wendeburger Gemeinderat in geheimer Abstimmung, die Sporthalle in Bortfeld zu sanieren und von einem Neubau abzusehen. Damit hat voraussichtlich ein jahrelanger Streit sein Ende gefunden.

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Blick in den Sitzungssaal kurz vor dem Beginn der Ratssitzung: Mehr als 40 Bürger waren gekommen.

Quelle: wos

Zuvor wurde der vor etwa einem Jahr gefasste Beschluss zum Neubau einstimmig (bei zwei Enthaltungen) aufgehoben. Auch die CDU, die grundsätzlich für einen Neubau ist, stimmte der Aufhebung zu.

Begründung: Beschlossen war seinerzeit der Bau eines Passivhauses für rund 3,4 Millionen Euro. Inzwischen hält die Fraktion die Errichtung eines Gebäudes nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für sinnvoller, das nach aktuellen Berechnungen rund 2,2 Millionen Euro kosten würde. Zwar käme man inzwischen nach neuen Berechnungen auch für ein Passivhaus „nur“ noch auf Baukosten von knapp 2,7 Millionen Euro, doch die Einsparung von Energiekosten stehe in keinem Verhältnis zu den höheren Baukosten, begründete die CDU ihre Entscheidung, eine neue Abstimmung mit zu tragen.

Die Gruppe aus SPD und Grünen hingegen hat immer für die Sanierung votiert, für die mit rund 1,4 Millionen Euro gerechnet wird. Nun hat sie sich denkbar knapp durchgesetzt - sehr zum Unmut zahlreicher der mehr als 40 Bürger überwiegend aus Bortfeld, die zur Ratssitzung gekommen waren und diese nach der Abstimmung größtenteils demonstrativ verärgert verließen. Sie hatten auf einen Neubau gehofft.

Der Abstimmung vorangegangen war eine intensive, teils hitzige und nicht immer sachliche Diskussion, bei der alle Fraktionen ihre Standpunkte noch einmal darlegten. Auch Bürgermeister Gerd Albrecht (CDU), Verfechter eines Neubaus, ergriff das Wort. „Bei einer Sanierung stecken wir viel Geld in eine Halle, die uns nicht weiterbringt“, mahnte er. Und er wies auch noch einmal auf das Konzept der Verwaltung hin, das die Erhöhung der Gemeinde-Einnahmen durch die Ausweisung von Baugebieten vorsieht. Unterstützung bekam er seitens der CDU-Fraktion von Jürgen Wehmer.

Diese Bevölkerungs-Zuwachs-Prognose stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ludwig Thiemann allerdings infrage. Er warnte vor der Erhöhung der Schulden, die durch den Neubau entstehen würde. Zudem erinnerte er daran, dass es ursprünglich nur um die Sanierung des Sanitär-Traktes gegangen sei.

Julian von Frisch (Bündnis 90/Grüne) kritisierte, dass kein Verein für den Fall des teuren Neubaus ein finanzielles Entgegenkommen - zum Beispiel die Bereitschaft, Nutzungebühren zu zahlen - signalisiert hat.

wos

  • Mehr zur Ratssitzung lesen Sie in der Ausgabe der PAZ.
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