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Rainer Juds trommelt seit 50 Jahren

Lengede Rainer Juds trommelt seit 50 Jahren

Woltwiesche . „Mit neun Jahren hatte ich keine Lust mehr hinter dem Spielmannszug zu laufen, sondern wollte vorne mit marschieren“: Seit fünfzig Jahren ist Rainer Juds (59) aktiver Trommler bei der freiwilligen Feuerwehr in Woltwiesche und wird dafür demnächst geehrt.

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Großer Auftritt beim Treffen der Spielmannszüge 2001 in Woltwiesche.

Quelle: oh

Fünf kleine Trommler haben 1962 mit ihm angefangen die Holzstöcke zu halten, den Takt zu schlagen und die Haltegurte zu tragen. Ausbilder war damals der ältere Bruder Manfred Juds und geübt wurde zweimal wöchentlich im Keller der Schule.

„Aber nicht auf den guten fellbespannten Trommeln, sondern auf Hartfaserplatten“, erinnert sich Rainer Juds noch genau an die harte, monatelange Ausbildung. Auch marschieren musste trainiert werden. Dazu ging es auf Feldwege, aber nicht mit den begehrten Trommeln, sondern erst einmal nur mit den Gurten und Tragegestellen.

Endlich, nach fast zwei Jahren Proben war es soweit, denn 1964 durften die Jungen zu ihrem ersten Auftritt zum Schützenfest mit nach Bodenstedt. „Stolz trugen wir unsere Uniformen und die sehnsüchtig erwarteten Trommeln“, erinnert sich Juds. Aus Krankenschwesterleinen hatte Mutter Juds damals blaue Hemden genäht. Dazu trug Klein-Rainer kurze Lederhosen.

Dann begann auch das unterhaltsame Vereinsleben, denn die Jugendlichen fuhren ins strohgedeckte Scheunenlager nach Sehnde. Zwei Wochen ging es ins Zeltlager nach Ebstorf. Natürlich wurden dort auch immer wieder Märsche geübt.

Immer nahmen die Woltwiescher an niedersächsischen Meisterschaften teil und holten sich dort regelmäßig den Titel ab. Absoluter Höhepunkt war aber für den Jugendspielmannszug der Gewinn bei den Europameisterschaften 1969 in Köln. Dort spielte Rainer Juds sowohl bei den Erwachsenen als auch beim Nachwuchs mit.

„Von Mai bis September waren wir jedes Wochenende mit Trecker und Wagen zu Wettkämpfen und Schützenfesten unterwegs“, berichtet der Musiker. Kaum ein Termin wurde versäumt, obwohl er nicht immer jeden Auftritt mit Begeisterung absolvierte. Auf Rainer Juds war Verlass, denn sein Motto lautete: „Ein- und Austritt ist freiwillig, dazwischen ist Dienst!“

„Ich würde mir wie früher wieder einen großen aktiven Spielmannszug wünschen“, erinnert sich Juds an bessere Zeiten und hofft auf musikbegeisterte Mitspieler und zahlreichen Nachwuchs.

rd

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