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Polizei stellte Autodieb nach wilder Verfolgungsfahrt

Täter fuhr an Polizei vorbei Polizei stellte Autodieb nach wilder Verfolgungsfahrt

Die Beamten der Polizeistation in Edemissen staunten nicht schlecht, als sie am Donnerstag den Diebstahl eines VW Polo aufnehmen wollten und dieser plötzlich an ihnen vorbeifuhr.

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Bei Woltorf missachtete der Autodieb das Stopp-Zeichen und raste über die Kanalbrücke.

Quelle: kf

Rüper. Die Polizisten nahmen unverzüglich mit der Anzeigenerstatterin, die sich gerade im Streifenwagen befand, die Verfolgung des entwendeten Pkws auf. Die Beamten holten den flüchtenden Pkw in Meerdorf wieder ein und gaben Anhaltezeichen, die der Fahrer jedoch missachtete.

Vielmehr beschleunigte er und versuchte durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit, mit bis zu 100 Stundenkilometern innerhalb der Ortschaft, den Streifenwagen abzuhängen. Kurz vor dem Ortsausgang überholte er einen Pkw und kam dabei aufgrund der hohen Geschwindigkeit ins Schleudern und brach mehrmals über die gesamte Fahrbahnbreite aus. Der Fahrer konnte jedoch den Wagen wieder stabilisieren und setzte sein Fahrt auf der K 71 in Richtung Woltorf fort.

„Hier gefährdete er mehrfach die entgegenkommenden Fahrzeugführer, die dem Polo ausweichen mussten, um einen Unfall zu vermeiden“, berichtet Polizei-Sprecher Peter Rathai. An der Kreuzung K 71/ L 321 missachtete er das Stopp-Zeichen und fuhr über die Brücke des Mittellandkanals in die Ortschaft Woltorf hinein.

Mehrfach drohte das Fahrzeug aufgrund der hohen Geschwindigkeit von der Fahrbahn abzukommen, was dann auf der Straße „Auf der Burg“ auch geschah. Er prallte gegen eine Grundstücksmauer. Durch den Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro.

Der Fahrer stieg nach dem Aufprall aus dem Pkw aus und flüchtete auf ein nahes Grundstück, wo ihn die verfolgenden Beamten kurz aus den Augen verloren. Durch Hinweise von Anwohnern konnte er jedoch entdeckt und festgenommen werden. Hierbei stellten die Beamten fest, dass er unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken stand. Ein Alkotest ergab einen Atemalkohol-Wert von 1,21 Promille. Wie sich später herausstellte, ist der 23-jährige Tatverdächtige aus dem Raum Osnabrück auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Bei der Vernehmung gab er an, dass er aus „Heimweh“ den Pkw entwendet habe, um damit nach Hause zu fahren. Nach der Vernehmung wurde er wieder entlassen.

Die Halterin des entwendeten Pkw, die die ganze Polizeiaktion hautnah miterlebte, hat das Geschehen gut überstanden und wird es so schnell sicher nicht vergessen.

Die Polizei bittet alle Fahrzeugführer, die durch die Fahrweise des 23-Jährigen gefährdet wurden, sich mit der Polizei in Peine, Telefon 05171/999-0 in Verbindung zu setzen.

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