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Pointenfeuerwerkmit Lothar Bölck

Wendeburg Pointenfeuerwerkmit Lothar Bölck

Meerdorf. Ein Feuerwerk der besonderen Art gab es zum Jahresbeginn auf der Kleinkunstbühne „teatr dach“ in Meerdorf: Lothar Bölck, Kabarettist, Autor und Regisseur, bekannt aus der MDR-TV-Serie „Kanzleramt - Pforte D“, lieferte am Mittwochabend mit „Zwischen Tür und Angel(a)“ ein Lachmuskel strapazierendes Pointenfeuerwerk.

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Lothar Bölck schlüpfte in viele Rollen: Als Pförtner der Kanzlerin, Elektriker im Bundestag oder betrunkener Parlamentsabgeordneter.

Quelle: im

Kaum war ein Satz ausgesprochen, der allgemeines Gelächter provozierte, folgte schon die nächste Zwerchfellattacke. Und all das als Soloprogramm von über zwei Stunden. Unglaublich, was der Mann da vor voll besetztem Saal von sich gab.

In verschiedene Rollen schlüpfend agierte Bölck mal als Pförtner der Kanzlerin, als Elektriker im Bundestag, als betrunkener Parlamentsabgeordneter oder gar als Frau Merkel-Vertreter selbst.

Kaum ein aktuelles Thema, das er ausließ. „Die große Koalition ist eine Eiffelturmkoalition, an den wichtigsten Stellen sitzen Nieten“. Die NSA-Affäre habe sich schon beim Besuch Obamas in Berlin abgezeichnet, als der amerikanische Präsident „Yes, we scan!“ ausrief oder auf den Satz der Kanzlerin „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht“ reagierte mit „doch das ging!“ Oder zum Thema Gesundheitsreform: „Der Privatpatient bekommt Lachgas - der Kassenpatient Tränengas.“

Erstaunlich, was Bölck da an Wortspielereien von sich gab. „Brüssel ist das Gorleben für Politiker, dahin kommen nur ausgebrannte Elemente.“ Aber auch nachdenklichere Töne wurden angeschlagen, als er Goethes Zauberlehrling spitzzüngig auf die aktuelle politische Lage umdichtete. Mit welcher Text- und Pointensicherheit der Kabarettist aufwartete, zeigte sich darin, dass er die Zuschauer einbezog: „Hier halten Sie mal kurz die Kabel, aber nicht schwarz und rot zusammenbringen“, oder spontan auf einen Huster im Saal reagierte: „Menschen mit Husten gehen heutzutage nicht mehr zum Arzt, sondern ins Theater.“

Insgesamt ein Abend, der mit viel Witz, Satire, Zynismus, Angriffslust und erstaunlicher Bühnenpräsenz in rasantem Tempo dargeboten wurde. Der inzwischen zehn Mal mit diversen Kabarettpreisen ausgezeichnete Bölck versprach, gerne wiederzukommen - wegen der einmaligen Atmosphäre.

rd

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