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Pferdestute in Bortfeld schwer verletzt: Polizei fahndet nach Tierquäler

Wendeburg-Bortfeld Pferdestute in Bortfeld schwer verletzt: Polizei fahndet nach Tierquäler

Bortfeld. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz: Denn in Bortfeld ist am Montagnachmittag eine Pferdestute mit großen Schnitten am Hinterlauf in der Nähe des Schweifes verletzt worden.

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Petra Walkemeyer aus Bortfeld hält am Zügel ihre Pferdestute Wenzi, die vermutlich von einem Tierquäler schwer verletzt worden ist.

Quelle: pif

Da die Wundränder sehr gerade und glatt sind, kann der behandelnde Tierarzt nach Angaben der Polizei nicht ausschließen, dass ein Tierquäler der Stute Wenzi, die der Familie Walkemeyer gehört, die Schnitte absichtlich mit einem scharfen Gegenstand zugefügt hat.

„Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, sagte Polizei-Sprecher Peter Rathai. Hinweise auf eine neue Tat des sogenannten Pferderippers, der zuletzt vor zehn Jahren Tiere verletzt und getötet hat (siehe Info), gebe es aber nicht.

Auffällig beim aktuellen Fall: Die Hannoveraner Stute ist am helllichten Tag verletzt worden. Es handelt sich offenbar um zwei Schnitte, die V-förmig zusammenlaufen. Der PAZ liegen Bilder der Wunde vor, die aber aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht veröffentlicht werden.

„Wir gehen von einer Tatzeit zwischen 13 und 16.30 Uhr aus“, so Rathai. Pferdehalterin Petra Walkemeyer sagte: „In der Mittagszeit haben die Hunde des Nachbarn angeschlagen und auffällig gebellt. Vielleicht war das die genaue Tatzeit.“

Die Stute steht zurzeit im Garten der Walkemeyers. „Als wir die Wunde entdeckt haben, suchten wir zunächst nach Blutspuren und der Stelle, wo sie sich selbst verletzt haben könnte, sind aber nicht fündig geworden“, erklärte sie. Anschließend informierten die Walkemeyers die Polizei. Auffällig war niedergetrampeltes Gras an einer Stelle direkt hinter der Umzäunung des Gatters. Ob dort ein möglicher Täter gestanden hat, ist aber unklar.

Die Polizei Peine sucht Zeugen unter Telefon 05171/9990 .

pif

INFO

Der Pferderipper

Beim Pferderipper handelt es sich vermutlich um einen Einzeltäter, der nachweislich zwischen 1993 und 2003 rund 50 Pferde tötete und viele weitere schwer verletzte. Der Serientäter war in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen aktiv. Mehrere Taten ereigneten sich im Peiner Land.

Eine besonders schlimme Tat ereignete sich Mitte Oktober 2003. Damals schlug der Täter auf einer Weide am Hainwald bei Vöhrum zu. Der Pferdehalter entdeckte vier tote Tiere auf dem Gelände. Zwei weitere Pferde waren schwer verletzt, eines musste eingeschläfert werden.

Die Polizei richtete beim Landeskriminalamt in Hannover eine Sonderkommission ein. Während die Beamten davon ausgehen, dass einige der Taten von Trittbrettfahrern verübt worden sind, zeigte die Spurenlage bei Vöhrum, dass dort der Serientäter zugeschlagen hatte. Seit 2003 sind keine weiteren Taten mehr bekannt geworden, die in Zusammenhang mit dem Pferderipper gebracht werden konnten. Die Polizei-Sonderkommission wurde 2006 aufgelöst, der Täter nicht gefasst.

pif

Text wurde aktualisiert

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