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Peiner Bio AG sah sich VW-Fläche genau an

Harvesse Peiner Bio AG sah sich VW-Fläche genau an

Harvesse. Die Fläche bei Harvesse, auf der VW das Logistik-Optimierungszentrum errichten will, stand nun im Zentrum einer Exkursion der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft (AG) mit etwa 20 Teilnehmern, darunter Interessierte sowie Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro lebenswertes Harvesse“.

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Der Vorsitzende der Peiner Bio AG, Hans-Werner Kuklik (von links), und sein Stellvertreter Ludwig Schweitzer mit den Exkursions-Teilnehmern.

Quelle: rb

„Wir wollten die Fläche aus naturkundlicher Sicht beurteilen“, erklärte der Vorsitzende der Peiner Bio AG, Hans-Werner Kuklik, den Hintergrund für den Rundgang über das Gelände an der Kreuzung der L 321/B 214. Denn am Dienstag, 25. Juni, findet eine Antragskonferenz vom Zweckverband Großraum Braunschweig statt, bei der VW die Planungen für geladene Vertreter von Behörden, Umweltverbänden sowie für betroffene Landwirte vorstellt. Was dort genau geschehen soll, erklärt André Menzel, Fachsbereichsleiter Raumordnungsverfahren beim Zweckverband: „Die Konferenz soll den Vorhabenträger in die Lage versetzen, die Gutachten für das Vorhaben zu erstellen.“ Über das Vorhaben selbst werde dabei nicht diskutiert.

Auch die Peiner Bio AG wird bei dem Treffen zugegen sein: „Wir sind im Zuge der Aktion Fischotterschutz und des Niedersächsischen Heimatbundes anhörungsberechtigt und können geltend machen, welche Untersuchungen wir für erforderlich halten“, erklärt der Vorsitzende. Und das sind eine vogelkundliche Untersuchung sowie eine nahrungsökologische Bewertung des Geländes für Greifvögel, die sich von Kleinsäugern, wie beispielsweise Mäusen, ernähren. „Bei der VW-Fläche handelt es sich um einen typischen Offenland-Lebensraum mit Feldlerche, Kiebitz und Schafstelze“, sagt Kuklik. „Wenn solche Flächen überbaut werden und Brutplätze verloren gehen, muss man andere Flächen als Ausgleichsflächen beschaffen und so herrichten, dass dort mehr von diesen Arten brüten können, oder aber einen Ersatzlebensraum schaffen“, so der 59-jährige Ilseder.

Neben Wildkräutern hat die Peiner Bio AG auf dem Gelände auch den Rotmilan entdecken können: „Es hat sich bestätigt, dass der Rotmilan dort Nahrung finden kann“, berichtet Kulik.

Für unbedingt schützenswert hält die Bio AG auch die Zauneidechse: „Der Bahndamm ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Lebensraum für sie“, ist der Vorsitzende überzeugt. VW will im Zuge der Planungen auch die alte Schienenstrecke bei Harvesse reaktivieren. „Bei den Bauarbeiten an der Bahnstrecke muss man sich überlegen, wie man die Zauneidechse schützen kann.“

Erfreut zeigte sich die Bio AG bei der Besichtigung der Aue- und Grenzgrabenniederung darüber, dass der dort nahe der Autobahn ursprünglich geplante Standort für das VW-Zentrum nicht weiterverfolgt wurde: „Dort haben wir eine Orchideenart, den Breitblättrigen Stendelwurz, gefunden“, berichtet Kuklik. Sie sei mit dem Bau des Zentrums ebenso verloren gewesen wie der alte Baumbestand und der Greifvogelhorst.

web

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