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Ortsvorsteher empört über Beleidigungen

Harvesse Ortsvorsteher empört über Beleidigungen

Harvesse. Es waren persönliche Worte, die den Harvesser Ortsvorsteher Heiko Jacke sichtlich mitnahmen: Bewegt sprach er bei der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Harvesse von Beleidigungen, Beschimpfungen und Anfeindungen, die er im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der umstrittenen Ansiedlung des Logistik-Optimierungszentrums (LOZ) von Volkswagen in Harvesse erlebt habe: „Ich hätte das nie für möglich gehalten.“

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„Beleidigungen, Beschimpfungen, Anfeindungen“: Ortsvorsteher Heiko Jacke (stehend, links) sprach bei der Bürgerversammlung in Harvesse über seine Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Logistik-Optimierungszentrum von Volkswagen.

Quelle: web

Es habe Boykottdrohungen für das Volksfest, Austritte aus dem von ihm geleiteten Heimatverein, Absagen für den Lebendigen Adventskalender gegeben und beleidigende E-Mails. „Ich danke meiner Frau Silke, die mit mir diese schwere Zeit durchgestanden hat“, erklärte er und sprach auch dem Rat und den politischen Parteien Dank für die Unterstützung aus.

Dass ein großer Teil der Harvesser Bevölkerung hinter ihm steht, zeigte die anschließende, vom Applaus der etwa 40 anwesenden Einwohner begleitete Äußerung von Raffael Pultke: „Man sollte unterschiedliche Auffassungen akzeptieren, aber dieses Verhalten findet keine Akzeptanz. Ihr habt Rückhalt im Dorf.“

Trotz all dieser Ereignisse sei das Volksfest 2013 ein Erfolg gewesen, ebenso der Lebendige Adventskalender, der an 23 Tagen von insgesamt 1300 Teilnehmern besucht worden sei, berichtete Jacke. Auch bauliche Mängel im Ort wurden behoben: Der Friedhofsweg wurde neu gepflastert und die Bushaltestelle an der Wendeburger Straße soll eine Beleuchtung erhalten.

Anschließend ergriff Wendeburgs Bürgermeister, Gerd Albrecht, das Wort und gab einen Ausblick über die Haushaltssituation und die größten Investitionen in diesem Jahr, darunter für Harvesse ein Feuerwehrfahrzeug für rund 70 000 Euro, die Sanierung des Gehwegs von der Wendeburger bis zur Wenser Straße (17 000 Euro), der Radweg bis zur B 214 (150 000 Euro) sowie die geplante DSL-Versorgung im Dorf. Albrecht wies darauf hin, wie wichtig das LOZ nicht nur für die Gemeinde, sondern für die gesamte Region im Zusammenhang mit dem Erhalt des Braunschweiger VW-Werkes sei: „Es wird uns stärken, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern es werden auch Menschen zuziehen.“

Auch Pastor Frank Wesemann ging auf das Thema VW-Zentrum ein, bevor Gemeindeheimatpfleger Rolf Ahlers über die in 2014 anstehenden Jubiläen in Wendeburg zu sprechen kam: Es sei an der Zeit, den Besen zu nehmen und das zerbrochene Porzellan zusammenzufegen. Die Lebensqualität im Dorf machten die Menschen aus - „und darauf kann eine Logistik-Halle keinen Schatten werfen.“

web

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