Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Nicht jede Apotheke hat Diabetiker-Medizinprodukte

Wendeburg Nicht jede Apotheke hat Diabetiker-Medizinprodukte

Der Wendeburger Jan Welge ist Typ 1 Diabetiker. Um seine Krankheit behandeln zu können, benötigt er Insulin und einen sogenannten Insulin-Pen, mit dem das Insulin injiziert wird. Als Welge nun feststellen musste, dass er bei der Stern-Apotheke in Peine zwar sein Insulin noch kaufen kann, aber den Pen nicht mehr, wunderte er sich.

Voriger Artikel
Energetische Sanierung der Grundschule ist geplant
Nächster Artikel
Vorreiter: Orientierungskarten für Flüchtlinge

Der Wendeburger Jan Welge bekommt seinen Insulin-Pen nicht in seiner Apotheke.

Quelle: jaw (1) / Archiv (1)

Wendeburg. Durch Nachforschungen kam heraus, dass es einen Hilfsmittelversorgungsvertrag gibt, der die Ausgabe von bestimmten Produkten zwischen Krankenkassen und Apotheken regelt.

Dabei wird unterschieden zwischen Arznei- und Hilfsmittel, teilte Anja Hagenburg von der Apothekerkammer mit. Der Insulin-Pen fällt unter diese Hilfsmittel und deswegen auch unter den Hilfsmittelversorgungsvertrag.

Dieser Vertrag wird seitens der Krankenkasse aufgesetzt und ist an feste Bedingungen geknüpft, die geleistet werden müssen, damit diese Hilfsmittel vertrieben werden dürfen.

Konkret im Fall des bei der Barmer GEK Versicherten Jan Welge gelten also die Verträge, die diese Krankenkasse aufsetzt. Und denen schloss sich die Peiner Stern-Apotheke im Fall der Hilfsmittel für Diabetiker nicht an.

„Die Anforderungen des Vertrags an uns sind immens“, sagt die Inhaberin der Stern-Apotheke Dr. Barbara Dierich, „es werden teilweise Forderungen gestellt, die mit der eigentlichen Versorgung gar nichts mehr zu tun haben.“

„Schon lange bevor dieser Vertrag der Barmer für Diabeteshilfsmittel erstellt wurde, haben wir intensive Beratungsgespräche mit unseren Kunden geführt, sie in die Handhabung dieser Hilfsmittel eingewiesen und werden dasselbe in Zukunft tun, auch ohne Vertragsunterzeichnung“, äußert Dr. Barbara Dierich.

Die Stern-Apotheke will damit ein Zeichen setzen und verweigert ihre Zustimmung zu einem weiteren Vertrag einer unendlich langen Reihe von Hilfsmittellieferverträgen, welche Apotheken und Patienten den Alltag erschweren, so Dr. Barbara Dierich.

Im Falle eines Notfalls, der im Bezug auf Insulin-Pens, wie Dierich erklärt, „äußerst selten vorkommt“, hilft die Stern-Apotheke natürlich trotzdem. „Es gibt dann entsprechende Notfallversorgungen, die wir auch anbieten.“

Der Wendeburger Jan Welge muss sich nun seinen Insulin-Pen an anderen Apotheken in Peine besorgen: „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich als Endverbraucher darunter leiden muss - und ich bin ja bestimmt nicht der einzige“, vermutet Jan Welge.

jaw

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lengede/Vechelde/Wendeburg

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung