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Nächtliche Schüsse in Mehrfamilienhaus: SEK-Kräfte stürmten Wohnung in Sierße

Sierße Nächtliche Schüsse in Mehrfamilienhaus: SEK-Kräfte stürmten Wohnung in Sierße

Sierße. Am Sonntagmorgen gegen 8.15 Uhr haben Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Sierße gestürmt

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In Sierße war am Sonntagmorgen ein Sondereinsatzkommando der Polizei unterwegs, um die Wohnung eines 29-Jährigen zu stürmen, der dort mehrere Schüsse abgegeben haben soll.

Quelle: Symbolfoto

In der Nacht um 1.57 Uhr hatten Nachbarn die Polizei alarmiert, weil sie mehrere Schüsse in der Wohnung gehört hatten. Dort lebt ein 29-Jähriger mit seiner fünfjährigen Tochter und zwei Kampfhunden. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Der Sierßer ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Gründe für die Schüsse liegen noch im Dunkeln, auch von Seiten der Polizei gab es gestern keinerlei Angaben dazu.

Am Einsatzort erfuhren die Beamten, dass der Mieter mehrere Schusswaffen besitzen soll. „Erste Ermittlungen ergaben zudem, dass sich der Mann zurzeit in einem Sorgerechtsstreit und vor der Zwangsräumung seiner Wohnung in Sierße befinden soll“, sagte Polizei-Sprecher Peter Rathai.

Der Mann ist für die Beamten auch kein unbeschriebenes Blatt, sondern durchaus polizeibekannt. „Er soll darüber hinaus als Bundeswehrsoldat in Afghanistan im Einsatz gewesen sein“, sagte Rathai. Noch während der ersten Ermittlungen der Polizei vor Ort fielen in der Wohnung weitere Schüsse.

Ein Kontakt kam mit dem 29-Jährigen aber nicht zustande. Daher ließ die Polizei das Mehrfamilienhaus räumen, die Umgebung des Hauses blieb weiträumig abgesperrt. Auch weitere Versuche, mit dem Mann in Kontakt zu treten scheiterten. Daraufhin entschloss sich die Polizei dazu, die Wohnung zu stürmen.

„Der Mann leistete bei der Festnahme keinen Widerstand“, sagte Rathai. Die Tochter wurde unversehrt in der Wohnung gefunden, genauso wie die Kampfhunde, die schließlich ins Tierheim kamen.

In der Wohnung wurden neben einer Schreckschusswaffe auch zwei Softairwaffen und ein Schlagstock gefunden. „Scharfe“ Waffen fanden die Polizisten bei der Wohnungsdurchsuchung jedoch nicht.

Die Tochter kam zu den Großeltern nach Braunschweig, weil sich die Mutter zurzeit in Berlin aufhält. Der leicht alkoholisierte Mann wurde nach Rücksprache mit Staatsanwaltschaft und Gericht schließlich am frühen Nachmittag nach Hause entlassen.

Über das Motiv seiner Handlungen machte der 29-jährige Mann keine Angaben. Neben der Polizei waren auch ein Notarzt, ein Rettungswagen und das Jugendamt im Einsatz. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.

pif

KOMMENTAR

Hervorragende Leistung

Die Peiner Polizei hat in den vergangenen Tagen eine hervorragende Leistung hingelegt. Beim Tag der offenen Tür begrüßten die Beamten rund 10?000?Besucher und gewährten den Peinern einen Einblick in ihre Arbeit. Gleichzeitig durften sich die Bürger trotz des auch personellen Kraftaktes der Mitarbeiter des Polizeikommissariats im Peiner Land sicher fühlen. Denn die Beamten waren sehr wohl einsatzbereit, wie sich mit Blick auf die Ereignisse am frühen Sonntagmorgen in Sierße und die anstrengenden folgenden Stunden gezeigt hat. Ein Glück, dass alles glimpflich verlief und niemand verletzt wurde.

Dieser Text wurde aktualisiert.

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