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Nach schwerem Unfall auf L 321: Kritik an Verkehrssituation

Wendeburg Nach schwerem Unfall auf L 321: Kritik an Verkehrssituation

Harvesse. Den Unfall am Montagnachmittag auf der L 321 zwischen Wendeburg und Harvesse nimmt Dany Bremus von der Bürgerinitiative (BI) „Pro lebenswertes Harvesse“ zum Anlass, Kritik an der dortigen Verkehrssituation zu üben.

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Nach einem schweren Unfall auf der L 321 äußert die BI „Pro lebenswertes Harvesse“ Kritik an der Verkehrssituation auf der L 321.

Quelle: im

Auf der Landesstraße war ein 17-jähriger Kradfahrer aus Wendeburg kommend kurz hinter der Autobahn-Unterführung gegen einen entgegenkommenden Skoda Oktavia geprallt. Der junge Mann hatte den Pkw beim Linksabbiegen in einen Wirtschaftsweg übersehen. „Er schwebt noch immer in Lebensgefahr“, teilte Sabine Goldfuß von der Polizei Salzgitter gestern Nachmittag auf PAZ-Anfrage mit. Bei dem Unfall habe der 17-Jährige ein schweres Schädelhirntrauma, eine Brustkorbverletzung und eine Oberschenkelfraktur erlitten. Bei der Strecke handelt es sich laut Goldfuß nicht um einen Unfallschwerpunkt, auch wenn es dort keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

„Der Unfall zeigt mal wieder, wie gefährlich die Situation auf der L 321 ist“, schreibt Bremus in einem offenen Brief an Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht, in dem sie die Verwaltung heftig angreift. Zum einen sei die Situation gefährlich für die auf der Straße befindlichen Teilnehmer, aber auch für die Radfahrer und Fußgänger. Bremus fordert daher eine Temporeduzierung - innerhalb des Ortes auf 30 Stundenkilometer, außerhalb auf 70 oder sogar 50 Stundenkilometer. Außerdem regt sie das Aufstellen eines Blitzers an.

Innerhalb der Harvesser Ortsdurchfahrt habe sich die Gemeinde um eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Tempo bemüht, sagt Bürgermeister Albrecht. Nach Gesprächen mit der Landesbehörde für Straßenbau, der Polizei sowie der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Peine bestehe allerdings keine Aussicht auf Erfolg. „Die Ortsdurchfahrt ist kein Unfallschwerpunkt“, nennt er als Grund. Zudem handele es sich bei der Strecke um eine Landesstraße, auf der übergeordneter Verkehr fließe.

Da die Autofahrer aber im Durchschnitt mit Tempo 62 zu schnell unterwegs seien, sollen dort nun längerfristig Geschwindigkeitsmesstafeln aufgestellt werden, um die Autofahrer zum Langsamfahren anzuhalten.

web

Das sagt der Landkreis

"Unfallgeschehen ist unauffällig"

Da es sich um die Ortsdurchfahrt von Harvesse handele, sei die Geschwindigkeit auf 50 km/h festgesetzt, sagt Kreis-Sprecherin Katja Schröder. Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs dürften nach Paragraf 45 Absatz 9 der Straßenverkehrsordnung nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage bestehe. „Dies ist hier nicht der Fall. Das Unfallgeschehen in Harvesse ist unauffällig.“

Diese rechtliche Grundlage gelte auch für die Anordnung der Geschwindigkeit außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Für die Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage gelte in Niedersachsen eine einheitliche Regelung, die durch einen Erlass geregelt ist. Demnach dürften stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen nur an Unfallschwerpunkten und mit Zustimmung der Unfallkommission errichtet werden. Von einem Unfallschwerpunkt spricht man, wenn sich in einem Bereich im Straßennetz wiederholt Unfälle ereignen. „Das Unfallgeschehen auf der L 321 zwischen Wendeburg und Harvesse ist in den letzten drei Jahren unauffällig“, so Schröder.

Eine besondere Gefahrenlage sei hier nicht zu erkennen.

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