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Nach Sturm: Vechelder hilft auf Philippinen

Vechelde Nach Sturm: Vechelder hilft auf Philippinen

Vechelde. Um den Überlebenden des verheerenden Taifuns auf den Philippinen zu helfen, befinden sich zahlreiche Kräfte auf dem Weg in die betroffenen Regionen - unter ihnen auch der Vechelder Bernd Gisch.

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Auch dieses Bild zeigt die vom Taifun verwüstete Stadt Tacloban. Der Vechelder Bernd Gisch leistet dort im Auftrag der Organisation Humedica Hilfe vor Ort.

Quelle: dpa

Der Rettungsassistent ist im Auftrag der Hilfsorganisation Humedica mit vier Ärzten und einem Koordinator in die philippinische Hauptstadt Manila geflogen. Zusammen bilden sie das zweite Einsatzteam von Humedica - ein erstes sechsköpfiges Team hat sich bereits am Freitag auf die Reise begeben. Einsatzort für beide Teams ist Tacloban auf der Insel Leyte, berichtet Lina Koch, PR-Referentin der Organisation Humedica. Die Stadt wurde schwer vom Taifun verwüstet.

„Es war schwer, überhaupt in die betroffene Region zu gelangen“, schildert Koch. „Wir hatten viel Glück, dass unsere Einsatzkräfte mit dem philippinischen Militär fliegen und so dorthin gelangen konnten.“ Die Lage, die das erste Einsatzteam vor Ort beschrieben habe, sei dramatisch. „Es gibt viele Verletzte, viele mit offenen Wunden, die sofort behandelt werden müssen. Pro Stunde haben sie 100 Patienten behandelt - das sind unglaubliche Zahlen“, erklärt sie. Derzeit gebe es aber Schwierigkeiten, die Teams vor Ort zu erreichen, denn „das gesamte Handy- und Stromnetz ist zusammengebrochen.“

Für Gisch ist es bereits der dritte Einsatz für die Hilfsorganisation Humedica. Bereits 2004 war er bei der Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka im Einsatz und 2010 beim Erdbeben in Haiti. Wie alle Helfer von Humedica hat auch er vorab ein Einsatztraining absolviert: „Wir schicken nur Leute in Katastrophengebiete, die verpflichtend ein Einsatztraining hier vor Ort in Kaufbeuren absolviert haben. Ohne Training darf keiner mitfliegen“, berichtet Koch. Dabei lernen die Helfer beispielsweise, wie man Kontakt zu den Behörden vor Ort herstellt.

In der Regel bleiben die Teams zwei Wochen am Einsatzort. „Wir arbeiten mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich für ihren Einsatz Urlaub nehmen“, erklärt Koch den Hintergrund. Auch Gisch ist eigentlich bei VW im medizinischen Bereich tätig, wird aber für seine Einsätze freigestellt. Nach den zwei Wochen wird der Hilfseinsatz aber nicht beendet sein, blickt sie voraus: „Er wird eine ganze Ecke länger dauern, denn es muss auch Wiederaufbauhilfe geleistet werden.“

Der Taifun war am Freitagmorgen auf die Ostküste der Philippinen getroffen. Er erreichte Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde. Die Zahl der Opfer ist weiter völlig unklar. UN-Schätzungen zufolge gab es mehr als 10 000 Tote, 660 000 Menschen wurden obdachlos.

web

  • Wer die Organisation unterstützen möchte, kann spenden: Humedica e.V., Stichwort „Taifun Philippinen“, Kontonummer 4747, Bankleitzahl 73450000, Sparkasse Kaufbeuren.
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