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Nach Polizei-Razzia: 24-Jähriger angeklagt

Lengede Nach Polizei-Razzia: 24-Jähriger angeklagt

Ein international agierendes Schleuser-Netzwerk soll illegale Einreisen aus Syrien und dem Libanon per Luftweg organisiert haben. Jetzt wurde der erste Verdächtige angeklagt. Bei einer Polizei-Razzia im November wurden auch in Lengede Räume durchsucht und Beweismittel beschlagnahmt.

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Einsatz der Bundespolizei: Maskierte Beamte durchsuchten im November die Räume der Schleuser.

Quelle: Marcel Kusch

Lengede. Wegen gewerbsmäßiger Schleusung von Ausländern hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied einer international agierenden Schleuserbande erhoben. Der 24-Jährige soll zusammen mit gesondert verfolgten Komplizen vornehmlich libanesische und syrische Staatsangehörige auf dem Luftweg illegal nach Deutschland gebracht haben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Christina Pannek, am Dienstag. Dabei habe er bis zu 10 000 Euro pro Person kassiert.

Dem 24-Jährigen aus Essen werden sieben versuchte und fünf vollendete Schleusungen sowie Urkundenfälschung und gewerbsmäßiges Verschaffen falscher Papiere vorgehalten. In einem Fall seien dabei zwölf Personen auf einmal illegal nach Deutschland gelangt, sagte Pannek. In den anderen „erfolgreichen“ Fällen seien es jeweils ein oder zwei Personen gewesen. Die geplante Schleusung einer zehnköpfigen libanesischen Familie, für die die Täter vorab 90 000 Dollar kassiert haben sollen, sei dagegen gescheitert, sagte Pannek. Dem Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Der 24-Jährige soll Mitglied des Schleuser-Ringes sein, den die Bundespolizei im November vergangenen Jahres gesprengt hatte. Fast 600 Beamte hatten zeitgleich Gebäude an 25 Orten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg durchsucht. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, darunter auch der 24-Jährige. In Niedersachsen waren fünf Objekte durchsucht worden. Jeweils zwei in Hildesheim und Osnabrück sowie eins in Lengede. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem Computer, Dokumente, Bargeld und Waffen. Die Ermittlungen dauern an.

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