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Nach Messerattacke: Bewährungsstrafe für Angeklagten

Messerattacke am Zweidorfer Holz Nach Messerattacke: Bewährungsstrafe für Angeklagten

Braunschweig. Gestern fiel das Urteil im Braunschweiger Landgericht im Fall des Lkw-Fahrers, der einen Kollegen auf dem Rasthof „Zweidorfer Holz Nord“ mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt hatte (PAZ berichtete).

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Zwei Jahre auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung lautet das Urteil für den 39-Jährigen.

Quelle: ag

Das Schwurgericht verurteilte den Familienvater zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung. Eine Tötungsabsicht sah das Gericht beim Angeklagten als nicht erwiesen.

Damit kommt das Gericht der Forderung der Verteidigung nach, den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu verurteilen und nicht - wie von der Staatsanwaltschaft gefordert - wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der 39-jährige Ukrainer muss aus diesem Grund nicht ins Gefängnis.

Entscheidend für das Urteil, so Richter Ralf Polomski bei der Begründung, war die Klärung der Frage, ob der Angeklagte das Opfer durch den Griff zum Messer töten wollte oder nicht. Da das Schwurgericht an der Tötungsabsicht erhebliche Zweifel hatte, urteilte es zugunsten des Angeklagten und stufte die Tat als gefährliche Körperverletzung ein.

Mildernde Umstände sind zudem die eingeschränkte Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt aufgrund der starken Alkoholisierung und das umfassende Geständnis des Ukrainers. Zudem spreche aber auch der Einsatz des Opfers, der im Zeugenzustand um ein mildes Urteil gebeten hatte, für den Familienvater.

Nach dem Urteilsspruch war nicht nur dem Angeklagten die Erleichterung anzusehen. Seine Frau, die mit der dreijährigen Tochter im Gerichtssaal alle Prozesstage anwesend war, bedankte sich unter Freudentränen immer wieder mit den Worten „vielen Dank“ beim Schwurgericht.

Da sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft auf das Einlegen von Rechtsmitteln verzichten, ist das Urteil rechtskräftig. Der 39-Jährige, der seit Juli in Untersuchungshaft saß, konnte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.

ag

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