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Nach Kritik an Millionenprojekt: Steuerzahler-Bund hinterfragt Tunnelbau

Lengede Nach Kritik an Millionenprojekt: Steuerzahler-Bund hinterfragt Tunnelbau

Broistedt. Seit 20 Jahren wird über eine Unterführung am Broistedter Bahnübergang debattiert - jetzt hat sich der Bund der Steuerzahler (BdSt) in die Diskussion eingeschaltet. In einem Schreiben an die Lengeder Gemeindeverwaltung hat die Vereinigung erklärt, nachvollziehbaren Einwänden zahlreicher Bürger nachgehen zu wollen.

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Der Broistedter Bahnübergang.

Quelle: im

„Uns gegenüber wird aus Teilen der örtlichen Bevölkerung die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit des Tunnels massiv angezweifelt“, erklärt Gerhard Lippert, Haushaltsreferent beim BdSt.

Rückblick: Etwa 15 Millionen Euro sind für das Projekt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur veranschlagt. Ein Hintergrund ist der Ausbau des zweiten Gleises auf der Bahnstrecke von Hildesheim nach Braunschweig und die damit einhergehende prognostizierte Zunahme des Schienenverkehrs. Dies würde zu längeren Schrankenschließzeiten und damit auch zu längeren Wartezeiten am Bahnübergang in Broistedt führen.

Da der Bahnübergang im Zuge des zweigleisigen Ausbaus jedoch vor Kurzem modernisiert worden war, hatten sich die Schließzeiten der Schranken zunächst drastisch verkürzt. „Seither gibt es nahezu keine Staubildung mehr“, heißt es in dem Schreiben des Steuerzahlerbundes an die Gemeinde Lengede. Und weiter: „Aufgrund der nachvollziehbaren Einwände stößt die geplante Baumaßnahme auf das Interesse des Bundes der Steuerzahler, der sich für eine sparsame und wirtschaftliche Haushaltsführung einsetzt.“

Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas sieht sich nicht als richtigen Adressaten für das Schreiben - verantwortlich für das Projekt sei das niedersächsische Wirtschaftsministerium. Er erinnert zudem daran, dass die Idee einer Unterführung in Broistedt nicht aus der Lengeder Gemeindeverwaltung kam, sondern von der Bundesbahn selbst.

Baas betont, dass er das Projekt weiterhin unterstütze. „Es kann auch überhaupt keine Rede davon sein, dass es aktuell keine Staubildung mehr gibt“, erklärt der Verwaltungs-Chef. Außerdem müsse man sich immer vor Augen führen, dass der tägliche Bahnverkehr in den kommenden Jahren deutlich zunehmen werde. Experten hatten bei einer Verkehrszählung im September 2013 insgesamt 36 Züge ermittelt, die den Verkehr tagsüber 33 Minuten und nachts 15 Minuten aufgehalten hätten - die Prognose der Deutschen Bahn für 2025 gehe dabei von 88 Zügen mit zwei Stunden Schließungszeit aus.

Das Wirtschaftsministerium wollte sich auf PAZ-Anfrage nicht zu den neuesten Entwicklungen der Debatte äußern.

mu

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