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Nabu fordert Lösungen für Artenschutz in Bortfelder Sandgrube

Bortfeld Nabu fordert Lösungen für Artenschutz in Bortfelder Sandgrube

Bortfeld. Für den Erhalt der in der ehemaligen Sandgrube in Bortfeld vorkommenden seltenen Kröten- und Vogelarten setzt sich der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen seit Sommer vergangenen Jahres ein. Ihr Lebensbereich ist durch die Verfüllung der Grube bedroht.

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Ein kleiner Flussregenpfeifer, eine streng geschützte Art, wurde in der ehemaligen Bortfelder Sandgrube gefunden.

Quelle: oh

Der Nabu erwarte, dass die Behörde endlich einschreite.  „Der Nabu sieht das Einlegen von Rechtsmitteln als letzten Schritt, behält sich diese in diesem Fall jedoch ausdrücklich vor, falls nicht umgehend von der zuständigen Behörde zum Schutz der bedrohten Arten agiert wird“, erklärt Walter Wimmer, Nabu-Regionalgeschäftsführer Südostniedersachsen/Harz. „Wir hoffen jedoch, dass durch ein effektives Handeln von Landrat Franz Einhaus eine positive Wende in diesem Fall erreicht werden kann. Der Nabu sieht einem angebotenen Gespräch in der nächsten Woche mit Spannung und großer Erwartung für den nachhaltigen, dauerhaften Schutz der bedrohten Amphibien- und Vogelarten entgegen.“

In der Grube wurde laut Nabu das nordwestlichste Vorkommen der Wechselkröte im letzten Jahr gesichtet. Es müsse nun überprüft werden, ob diese, durch die europäische Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützte Art, als dauerhafte Population gemeinsam mit Kreuz- und Erdkröte dort dauerhaft heimisch ist. Durch die aktuelle Verfüllung sei es sehr wahrscheinlich, dass auch die Sommer- und Winterlebensräume der dort vorkommenden Kröten überschüttet werden. Dies würde den Tod der Tiere bedeuten, wenn sie sich nicht mehr durch die Schuttmassen im Frühling nach oben graben können - was angesichts der geringen Populationsgröße für die Wechselkröte das Auslöschen der Population bedeuten würde, teilt der Naturschutzbund mit.

Neben der Zerstörung von Laichgewässern sei durch die bisherige Verfüllung auch eine etablierte Uferschwalbenkolonie soweit eingeengt worden, dass dort in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr erfolgreich gebrütet werden könne. Durch Boden- und Schuttablagerungen auf großer Fläche des Grubengrundes seien zudem die Lebensräume der dort vorkommenden ebenfalls streng geschützten Flussregenpfeifer (Anhang I der Vogelschutzrichtlinie) und Steinschmätzer, eine in Deutschland vom Aussterben bedrohte Art (Rote Liste Kategorie 1), negativ beeinträchtigt worden.

In der Grube wurde in der Vergangenheit in großen Mengen illegal Abfall verfüllt. Nun hat ein Braunschweiger Unternehmen die Grube gekauft, saniert und will sie verfüllen.

web

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