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Modernes Baugebiet geht auch in Sachen Lärmschutz neue Wege

Lengede Modernes Baugebiet geht auch in Sachen Lärmschutz neue Wege

Broistedt. Für das neue Baugebiet in Broistedt hat die Gemeinde Lengede einen ganz besonderen Lärmschutz ausgesucht: Keine nackte, glatte Anti-Lärmwand, sondern einen naturnah gestalteten Schallschutz. „Fürs Wohnen im Grünen wollten wir auch einen möglichst naturnahen, aber verlässlichen Lärmschutz. Mit den sogenannten Gabionen, geschichteten Steinwänden, haben wir eine funktionale, optisch ansprechende und bezahlbare Variante gefunden“, sagt Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD).

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Ein Beispiel einer Begrünung von Gabionen in der Region.

Da die heutige modern-mobile Lebenswirklichkeit leider auch eine Geräuschkulisse meist rund um die Uhr produziere, gehörten bei der Ausweisung von Neubausiedlungen an Zufahrtsstraßen deshalb Schallschutzkonstruktionen zur Planung dazu, erläutert der Verwaltungs-Chef. In Broistedt setzt die Gemeinde nun erstmals auf eine neue Lärmschutzvariante: Gefasste Steinmauern, die Gabionen, sollen Funktion und ansprechende Optik kombinieren.

„Kurz nach dem Anlegen wirkt die Konstruktion zunächst noch etwas schroff und kühl, doch mit etwas Zeit entwickelt sich ein ganz eigenes Gesicht“, sagt Baas. So wie man es unter anderem auch vom Gartenbau her kennt, sei etwas Geduld gefragt. „Auf den ersten Blick dominieren die Gittergerüste die Optik, doch schnell gewöhnt sich das Auge an diese Konstruktion und nimmt dann die Natursteine viel deutlicher wahr. Der zurzeit noch freie Grundstücksstreifen vor der Lärmschutzwand wird zur Unterbrechung der Ansicht noch im Herbst bepflanzt, sodass sich je nach Jahreszeit immer wieder andere Ansichten präsentieren werden“, blickt Bürgermeister Baas voraus.

Bei der abschnittsweisen Begrünung kann es vielfältig zugehen: Von Clematis über Efeu oder Wilden Wein haben sich einige Pflanzenarten bereits im Praxistest in anderen Kommunen bewährt. In den engen Nischen zwischen den Steinen könnten auch kleine Lebewesen - wie etwa Insekten - Verstecke finden, „so haben Mensch und Natur etwas von dieser Form des Lärmschutzes“, unterstreicht Baas.

Naturnahe Gestaltung und Haltbarkeit müssten dabei auch bei neuen Lärmschutz-Varianten Hand in Hand gehen. Darauf habe die Gemeinde bei der Auswahl neuer Formen besonders geachtet: „Die Drahtelemente unserer Gabionen sind voll verzinkt, so sind die begrenzenden Haltekonstruktionen auch für die norddeutschen Jahreszeiten gut geschützt - und das über 40 Jahre und mehr“, erläutert der Bürgermeister. Im Zentrum sorge ein Kern aus Beton für eine hohe Schallabsorption und zusätzliche Standfestigkeit. Diese Gabionen-Formen finden übrigens bundesweit immer mehr Anklang. „Die Steine in der Broistedter Konstruktion stammen dabei aus einem Steinbruch im Harz und bringen somit auch ein zusätzliches regionales Kolorit in diesen naturnah gestalteten Lärmschutzwall mit ein“, sagt Baas.

mu

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