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Mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg

Wendeburg Mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg

Wendeburg. Er war dann mal weg: Sigurt Grobe hat gemeinsam mit seinem 17-jährigen Sohn Johann eine besondere Tour gemacht: Die beiden Wendeburger haben sich auf den Jakobsweg begeben - mit dem Fahrrad.

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Ankunft nach 365 Kilometern: Sigurt Grobe und Sohn Johann vor der Kathedrale in Santiago de Compostela.

Quelle: oh

Das Buch von Hape Kerkeling war es nicht, das ihn auf den Pilgerweg zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im spanischen Galicien brachte. Auch der religiöse Aspekt war nicht ausschlaggebend für den Architekten (56), sondern ein früherer Mitarbeiter: „Er ist den Jakobsweg gefahren und ich habe beschlossen, das auch zu machen.“

Gesagt, getan: Nach einigen Tagen Aufenthalt in der spanischen Hauptstadt Madrid ging es mit der Bahn nach León. Dort nahmen Vater und Sohn die geliehenen Mountainbikes inklusive Radtaschen und Reparaturwerkzeug in Empfang. Außer gepolsterter Radfahrer-Kleidung habe sich das Duo nicht vorbereitet, gibt Grobe zu: „Ich bin ein bisschen Rad gefahren, aber hier ist alles eben und dort ist alles hügelig.“

Insgesamt 365 Kilometer in Etappen von 60 Kilometern pro Tag lagen vor ihnen, als sie Richtung Astorga aufgebrochen waren. Größte Herausforderung: Die hohen Temperaturen. „Es war glühend heiß“, schildert Grobe. Dadurch wurden auch flache Etappen zur Anstrengung. Nach einer Nacht im Hotel ging es weiter Richtung Ponferrada. Auch hier kam das Duo gut voran: „Die Strecke hatte zwar auch Steigung, aber dafür ging es ebenso sieben Kilometer bergab, ohne einmal zu treten.“

Die größte Anstrengung erwartete Vater und Sohn am dritten Tag: „Wir mussten richtig ackern, die letzten 25 Kilometer ging es nur noch bergan“, berichtet Grobe. 1335 Meter hinauf ging es zum kleinen Dorf O Cebreiro. „Das letzte Stück konnten wir nur noch schieben.“ Zudem ging der Wasservorrat zur Neige. Glücklicherweise fand sich in der Nähe eine Bergquelle: „Ich war noch nie in meinem Leben so erschöpft“, sagt er.

In O Cebreiro angekommen, entschädigten der Ort, wie auch die schöne Aussicht für die Anstrengung. „Beim Aufbruch am nächsten Tag lagen die Wolken unter uns“, beschreibt Grobe. Bergab kamen sie leicht voran: „Das war die Entschädigung für den Tag davor.“

In Portomarin erwartete die Reisenden ein besonderer Anblick: Der Ortskern wurde bei der Anlage des Belesar-Stausees versetzt und höher am Hang neu angelegt. So wurde etwa die Kirche abgetragen und am neuen Standort wieder aufgebaut.

Letzter Stopp vor Santiago de Compostela war eine kleine Pension vor Azura. „Praktisch mitten in der Einöde gelegen, nur von Pilgern bevölkert“, beschreibt Grobe. Je näher das Duo dem Ziel kam, umso mehr Pilger waren auf der Strecke unterwegs. Das letzte Stück mussten Vater und Sohn schieben: „Die Menschen haben sich vor der Kathedrale auf den Boden gelegt, sich gegenseitig umarmt. Es ist ein gutes Gefühl, dort anzukommen“, schildert Grobe. Sein Fazit: „Ich bin froh, dass ich den Weg gefahren bin und will ihn nochmal fahren.“ Dann ein anderes Streckenstück.

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