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Mit Schublehre und „Vogel-Bibel“: 50 Vogeleier für Schauzwecke bestimmt

Wendeburg Mit Schublehre und „Vogel-Bibel“: 50 Vogeleier für Schauzwecke bestimmt

Wendeburg. Von Uhu bis Schneeeule, von Stockente bis Rotmilan: Rund 50 Vogeleier hat Nabu-Experte Horst-Günter Meier aus Zweidorf im Auftrag des Vereins „Wald Erleben im Peiner Land“ bestimmt. Sie sollen künftig im Tadensenhaus im Meerdorfer Wald ausgestellt werden.

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Mäusebussard, Hohltaube und Co.: Horst-Günter Meier mit dem Schaukasten, in den er zugeordneten Vogeleier geklebt hat.

Quelle: rb

„Die Eier hat Karl Rauls aus Meerdorf gesammelt“, erklärt Meier, der die fragilen Gebilde in zwei mit Sägespäne gefüllten Kisten von Joachim Hansmann, dem Ortsbürgermeister von Meerdorf, erhalten hat. „Er hat mich gebeten, zu versuchen, die Eier den entsprechenden Vögeln zuzuordnen“, so Meier. Denn die Eier waren zwar nummeriert, es gab aber keine Liste mit den entsprechenden Vogelarten.

Doch auch der Wendeburger Vogelexperte tat sich anfangs schwer: Zunächst fuhr er ins Naturhistorische Museum nach Braunschweig, um sich dort in Sachen Zuordnung und Präsentation zu informieren, doch er wurde enttäuscht: „Es gab dort riesige Schubladen mit kleinen Fächern - damit ließ sich nichts anfangen“, beschreibt er die Problematik. Wieder zuhause nahm sich Meier die „Bibel“ der Vogelkundler von Colin Harrison vor und wagte sich an die Bestimmung - nur um vor dem nächsten Problem zu stehen, denn: „Die Eier sind in dem Buch nicht in natürlicher Größe abgebildet.“

Während die Farbe und Zeichnung der Eier auch bei einer einzelnen Vogelart stark variieren kann, bildet die Größe das einzig verlässliche Kriterium bei der Bestimmung. Und so besorgte sich Meier eine digitale Schublehre, die auf zwei Nachkommastellen genau misst.

Ein Jahr brauchte er, um die rund 50 Eier zu vermessen und anschließend zu bestimmen. Doch noch immer gibt es einige Exemplare, die ihm Rätsel aufgeben: „Ich vermute, dass auch Eier von exotischen Vögeln darunter sind“, so der Experte.

Bei der Präsentation der Schalengebilde kam Meier der Zufall zu Hilfe: Bei einer Insektenbörse entdeckte er Holzkästen, in denen Schmetterlinge und Käfer präsentiert wurden. Diese funktionierte er um, schnitt den Schaumstoff heraus und klebte die Eier hinein, gut sichtbar auf schwarzem Hintergrund. So sollen die Kästen nun im Tadensenhaus an die Wand gebracht werden.

web

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