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Messerngriff auf Raststätte: Lange Haftstrafe droht

Wendeburg / Braunschweig Messerngriff auf Raststätte: Lange Haftstrafe droht

Wendeburg / Braunschweig. Es droht eine Haftstrafe: Am zweiten Prozesstag im Falle des ukrainischen Lkw-Fahrers, der auf dem Rasthof „Zweidorfer Holz Nord“ in Richtung Hannover seinen Kollegen mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt hat, wurden gestern die Schlussplädoyers gehalten.

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In seinen Schlussworten betonte der Angeklagte nochmals, dass er nie die Absicht gehabt hätte, das Opfer zu töten.

Quelle: ag

Die Staatsanwaltschaft forderte wegen versuchten Totschlags drei Jahre und sechs Monate Haft, die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung und forderte eine Strafe von nicht mehr als zwei Jahren zur Bewährung.

Wegen versuchten Totschlags steht seit Dienstag ein 39-jähriger Lastwagenfahrer vor dem Braunschweiger Landgericht. Die Staatsanwaltschaft forderte drei Jahre und sechs Monate Haft und argumentierte damit, dass durch die kräftigen Messerstiche im Bauch- und Halsbereich beim 30-jährigen Opfer lebenswichtige Organe verletzt wurden und damit eine Tötungsabsicht vorlag. Der Angeklagte habe die Tötung seines Arbeitskollegen „billigend in Kauf genommen“, so die Staatsanwältin. Trotz seiner starken Alkoholisierung (2,4 Promille) hätte der 39-Jährige erkennen müssen, dass der Geschädigte schwer verletzt ist.

Die Verteidigung plädierte dagegen auf gefährliche Körperverletzung und betonte, dass der Messerangriff im Affekt und nicht in tödlicher Absicht geschehen sei. Denn es habe keine Stiche, sondern lediglich Schnitte mit dem Küchenmesser gegeben, welches durch eine Gutachterin erwiesen wurde. Der Angeklagte hätte sich durch einen vorherigen Streit vom Opfer bedroht gefühlt und wäre aufgrund des starken Alkoholkonsums nicht in der Lage gewesen, die Schwere der Verletzungen des Opfers richtig einzuschätzen.

Zudem betonte die Anwältin, dass ihr Mandant schon in der Tatnacht vor der Polizei versichert habe: „Ich wollte ihn nicht töten.“ Zu Gunsten des Angeklagten spreche auch, dass dieser bereits zu Beginn an ein umfassendes Geständnis ablegte und weder in Deutschland noch in der Ukraine bisher strafrechtlich aufgefallen ist. Das Schlusswort nutze der Familienvater nochmals für eine Entschuldigung.

Nun muss das Schwurgericht über das Strafmaß entscheiden, welches insbesondere davon abhängt, ob dieses eine Tötungsabsicht beim Angeklagten als erwiesen ansieht oder nicht. Der Urteilsspruch soll heute erfolgen.

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