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„Liebe, Liebe, Liebe“ statt „Hölle, Hölle, Hölle“

Vechelde „Liebe, Liebe, Liebe“ statt „Hölle, Hölle, Hölle“

Vechelde. Der eine ein gefeierter Schlagerstar mit Wuschelmähne, Schnäuzer und Unmengen von Freundschaftsbändern, der andere ein schnauzbartloser Priester aus Vechelde mit Kurzhaarfrisur und Brille: Zwei Personen, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten - wäre da nicht die Namensgleichheit: Wolfgang Petry und Wolfgang Petri.

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Wolfgang Petri (links) ist Lehrer und Priester und leitet die Neuapostolischen Gemeinde Vechelde, Namensvetter Wolfgang Petry ist bekanntermaßen Schlagersänger, hat sich aber 2006 aus dem Rampenlicht zurückgezogen.

Quelle: ISABELL MASSEL

Letzterer ist gebürtiger Bremer, wohnt seit 1996 mit seiner Familie in Vechelde und ist Leiter der gymnasialen Oberstufe in der IGS Wilhelm Bracke in Braunschweig. Seine Freizeit verbringt der promovierte Latein- und Geschichtslehrer im Auftrage des Herrn: Als Priester und Gemeindeleiter der Neuapostolischen Gemeinde in Vechelde predigt er von „Liebe, Liebe, Liebe“ - statt wie sein prominenter Namensvetter mit dem „y“ die „Hölle, Hölle, Hölle“ zu besingen.

Petri nimmt die phonetische Namensgleichheit mit dem zottelmähnigen und schnauzbärtigen Schlagersänger in Holzfällerhemd und den Unmengen von Freundschaftsbändern mit Humor und Gelassenheit. Vielleicht haben seine Schüler deswegen keine Lust auf Spöttelei empfunden. „Wahnsinn“ indessen: „Bei Infoabenden für die Eltern war das meist anders“, erzählt der 48-Jährige und lacht.

Sowohl als Schüler im ostfriesischen Jever als auch als Student in Göttingen habe er mit seinem „großen Namen“ völlig unauffällig gelebt. Ganz anders sei es ihm allerdings ergangen, als er in „Blaumann“ gekleidet in einem Baumarkt mit seiner Bankkarte zahlen wollte. Als die Kassiererin den Namen sah, habe sie ihre Kolleginnen angerufen: „Wolle Petry ist hier bei mir, und der ist sogar Doktor!“

Ebenso perplex habe eine Mitarbeiterin reagiert, als Petri mit Schülern eines Leistungskurses nach Köln, die Heimat seines berühmten Namensvetters reiste, um den dortigen Dom zu besuchen. „Er ist da“, habe die Mitarbeiterin aufgeregt ausgerufen, als der Lehrer die Führung anmelden wollte.

Klassikfreund und Beatles-Verehrer Petri sei übrigens auch für andere Musikstile offen, die Werke Schlager-Petrys zähle er allerdings - „ohne dessen Fans zu nahe treten zu wollen“ - nicht dazu.

Um seinen inzwischen 62-jährigen Namensvetter ist es allerdings seit dessen plötzlichem Rückzug aus dem Musikgeschäft vor sieben Jahren still geworden. Ein Jahr später erkannte man ihn in der ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ kaum wieder: keine Freundschaftsbänder und kein Schnäuzer und die Haarpracht gebändigt.

Seine künstlerischen Fußstapfen versucht nun sein Sohn Achim Petry auszufüllen. Dem Focus verriet er im Juli, was sein Vater als Rentner so macht: Briefmarken sammeln, exzessiv Sport treiben und über Ernährung referieren.

Die Fans können sich allerdings freuen: Denn Wolfgang Petri singt wieder! Von Liebe, Liebe, Liebe. In der Neuapostolische Kirche in Vechelde.

Zur stimmlichen Verstärkung sehr herzlich willkommen: Franz Hubert Wolfgang Remling - alias Wolfgang Petry.

uj

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