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Lengeder Grubenunglück: Bernhard Gertler saß mit dem Kanzler im Hubschrauber

Lengede Lengeder Grubenunglück: Bernhard Gertler saß mit dem Kanzler im Hubschrauber

Lengede. Das schwere Grubenunglück am 24. Oktober 1963 mit dem anschließenden Wunder von Lengede bewegt die Menschen bis heute. Auch der Broistedter Bernhard Gertler (69) hat ganz besondere Erinnerungen an diese Zeit: Am 6. November 1963 flog er zusammen mit Bundeskanzler Ludwig Erhard im Hubschrauber zum Unglücksort nach Lengede.

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Bernhard Gertler.

Quelle: mea

„Ich war damals Soldat bei der Luftwaffe in Faßberg in der Heide“, erzählt Gertler. Dort sei zur damaligen Zeit die Flugzeugführerschule ansässig gewesen, wo die Soldaten unter anderem ihre Hubschrauberausbildung ablegten. Während der Zeit des Lengeder Grubenunglücks sei es sehr nebelig gewesen, sodass am 6. November kein Flugbetrieb für die Auszubildenden stattfinden konnte.

„Ab und zu erhielten wir auch mal besondere Aufträge. Zum Beispiel wenn sich wichtige Staatsmänner die Grenzgebiete aus der Luft genauer anschauen wollten“, sagt Gertler rückblickend auf seine dreijährige Zeit als Soldat zurück. Am frühen Vormittag habe seine Einheit die Nachricht erhalten, es müsse eine Mannschaft zusammengestellt werden, die Bundeskanzler Erhard vom Langenhagener Flughafen nach Lengede fliegen kann.

Da Gertler sich als Broistedter in der Gegend gut auskannte, meldete er sich für diesen speziellen Flug. „In Langenhagen empfingen wir Kanzler Erhard. Er war dort mit einem Jet gelandet. Drei Sicherheitsleute begleiteten uns dann“, erinnert sich der heute 69-Jährige. Gertler sei als Hubschraubermechaniker mitgeflogen.

Die amerikanische Maschine, eine Sikorsky H34, sei sehr spartanisch ausgerüstet gewesen. „Auf die Klappsitze aus Aluminium legten wir Ludwig Erhard noch eine Decke, damit er weicher sitzen konnte“, schmunzelt Gertler heute noch. Erhard sei andere Standards gewohnt gewesen. Von Langenhagen orientierte sich die Crew im Tiefflug an der Autobahn 2 Richtung Peine und von dort an der Fuhse entlang nach Lengede. Zu einem Gespräch mit Erhard sei es wegen der Geräuschkulisse im Hubschrauber nicht gekommen.

Den Rückflug in der Maschine der drei Soldaten trat Erhard allerdings nie an: Er wurde mit einer Limousine aus Lengede abgeholt

  • Aus Anlass der 50. Jahrestags des Lengeder Grubenunglücks gibt es ein großes PAZ-Sonderheft, das in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lengede entstanden ist. Es erscheint am Freitag, 25. Oktober, kostet 3,50 Euro und ist im Service-Büro in Lengede, in der PAZ-Geschäftsstelle in Peine sowie bei zahlreichen Zeitungshändlern im Peiner Land erhältlich. In dem Heft wird die Historie des Unglücks beleuchtet und es kommen viele Zeitzeugen sowie Prominente zu Wort. Mehr zu dem PAZ-Sonderheft lesen Sie auf Seite 10.
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