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Lengede plant Eltern-Kind-Zentren

Lengede Lengede plant Eltern-Kind-Zentren

Derzeit plant die Gemeinde Lengede Eltern-Kind-Zentren. Damit soll das Krippenangebot weiter ausgebaut werden.

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Thema Kindertagesstätten: Lengede plant den weiteren Ausbau des Angebots.

Quelle: A

Lengede . Schon jetzt stehen in Lengede 100 Krippenplätze bereit –  damit erfülle Lengede bereits heute, deutlich vor der gesetzlichen Vorgabe 2013, die Anforderung, für 35 Prozent der Kleinsten ein Krippenangebot bereitzustellen, sagt Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas nicht ohne Stolz. „Mit der fünften Krippengruppe in Woltwiesche sowie der Umwandlung einer Gruppe in Klein Lafferde für Krippenkinder, haben wir bereits heute das Soll erfüllt“, erklärt der Bürgermeister. Beim Landesvergleich der Krippenangebote sei Lengede in der Spitzengruppe vertreten.

„Das spornt uns an, den konsequenten Ausbau des modernen Dienstleistungsangebots für Familien weiter voranzutreiben“, sagt Baas. Die nächste Weiter­entwicklung ist bereits fest geplant.

Kurzfristig sollen die gemeindlichen Kindertagesstätten zu sogenannten Eltern-Kind-Zentren erweitert werden: Hier könnten die Eltern neben der Betreuung und Bildung für ihre Kleinen zudem Beratungsangebote finden – entweder direkt vor Ort oder per Vermittlung an kompetente Dritte. Wohnortnahe Unterstützung, Förderung und Hilfe für junge Familien – „dies alles wird die Gemeinde Lengede als kommunaler Dienstleister in der nahen Zukunft unter einem Dach anbieten“, so Baas.

Rund 1,25 Millionen Euro hat die Gemeinde in den letzten fünf Jahren in die Bildungs- und Betreuungsangebote der Jüngsten investiert. Trotzdem habe man seit 15 Jahren die Gebühren stabil halten können. Im Durch­schnitt zahlten die Eltern für eine sechsstündige Betreuung, das sei die am meisten nachgefragte Leistung in der Gemeinde, rund 100 Euro im Monat.

Mit Blick auf den gesetzlichen Rechtsanspruch ab 2013 auf einen Betreuungsplatz der Ein- und Zweijährigen sagt Baas: „Schon heute stellt die Gemeinde Lengede in den fünf Ortschaften für mindestens jedes zweite Kind nach dem ersten bis zum dritten Geburtstag einen Platz bereit. Auch mit diesen 50 Prozent ist die Gemeinde sehr gut aufgestellt.“


Krippen-Ausbau bis 2013

Das Kinderförderungsgesetz (KiföG) des Deutschen Bundestages soll den Ausbau der Betreuungsangebote für Kleinkinder rechtlich regeln. Es trat am 16. Dezember 2008 in Kraft und sieht vor, bis zum Jahr 2013 das Angebot an Betreuungsplätzen für Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren so auszubauen, dass ab dem 1. August 2013 ein Rechtsanspruch für alle Kinder in diesem Alter eingeführt werden kann.

2007 hatten Bund, Länder und Kommunen bei einem Krippengipfel vereinbart, sich jeweils zu einem Drittel an den Kosten zu beteiligen. Der Bund versprach den Ländern, bis 2013 insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Zuletzt hieß es aus den Bundesländern, dass das Ausbauziel bis 2013 kaum erreichbar sei.

sip

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