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Lengede: Kirchenglocke geht in Reparatur

Lengede Lengede: Kirchenglocke geht in Reparatur

Lengede. Schon seit dem Sommer vergangenen Jahres ist der Turm der evangelischen Kirche in Lengede komplett eingerüstet; seit September schweigen die Glocken. In einer genau geplanten Aktion wurde jetzt die 800 Kilogramm schwere Hauptglocke aus dem Turm herabgelassen, um sie nach Nördlingen in Reparatur zu geben. Gut 60 000 Euro werden die Sanierung des Kirchenturms und die Überholung des Geläuts kosten.

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In einer aufwändigen Aktion wurde gestern die Bronzeglocke aus dem eingerüsteten Turm der Lengeder Kirche geholt. Arbeiter und Kirchengemeindemitglieder packten mit an.

Quelle: hui

Eigentlich sollte im Turm über dem Eingangsraum eine Sakristei eingerichtet werden. Doch bei der Überprüfung hatte sich herausgestellt, dass viele Balken und auch deren Aufnahmen morsch waren - bis hinauf ins Kirchengeläut. „Der Turm wäre irgendwann zusammengebrochen“, sagt Kirchenvorstand Hans-Jürgen Schilling, einer der drei Baubeauftragten der Lengeder Kirchengemeinde. Zusammen mit Bruno Ritter und Karl-Heinrich Ahrens kümmert er sich um die Baumaßnahme, die Oliver Wolf vom Amt für Bau- und Kunstpflege als Bauleiter betreut.

Aber auch so bröselte es schon böse im Gebälk, als die Zimmerleute die Glocke von ihrem angestammten Platz nach fast 200 Jahren herunterließen. Steine, Putzbrocken und armdicke Holzstücke polterten beim Run-terlassen mit herab, die Luft war erfüllt mit Staub. Einen weiteren Engpass gab es an der Stiege zum ersten Geschoss im Turm, von der vorsorglich schon das Geländer abmontiert worden war.

Das Problem, dass ein 1074 Millimeter breiter Metallkörper durch einen 1024 Millimeter breiten Zugang muss, löste die Glocke durch ihr Eigengewicht fast von allein - aber deutlich zu Lasten der Wandverputzung. Da wurde auch einer der Schäden an der Glocke selber sichtbar, denn durch den Klöppel-Anschlag hatte sich eine tiefe Delle gebildet. Von ursprünglich 83 Millimetern Bronze seien hier nur noch 71 vorhanden gewesen, wie Bruno Ritter erklärte.

Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres soll die überholte Glocke wieder ihren alten Platz im dann neuen Gebälk einnehmen. „Die Lengeder vermissen das Glockenläuten, vor allem zu Weihnachten und Neujahr mussten sie darauf verzichten“, sagte Pastorin Elisabeth Rabe-Winnen. Während die Turmsanierung vom Kirchenkreis bezahlt wird, kommt die Gemeinde für die Reparatur der Glocken und der Turmuhr selber auf und sammelt fleißig Spenden.

hui

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