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Lengede: Junger Mann soll Onkel um Ersparnisse gebracht haben

Lengede Lengede: Junger Mann soll Onkel um Ersparnisse gebracht haben

Peine/Lengede. Vor dem Amtsgericht Peine muss geklärt werden, ob ein junger Mann seinen weitläufig mit ihm verwandten alten Onkel, für den er eine umfassende Vorsorgevollmacht hatte, um dessen Ersparnisse gebracht hat.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Angeklagt sind 29 Straftaten in Lengede. Unter anderem wurden etwa 50 000 Euro für ein Darlehen auf das Konto eines anderen überwiesen, dazu wurden etliche Geldbeträge bis zu 1000 Euro von Konten abgehoben. Der Angeklagte nahm zum Prozessauftakt keine Stellung zu den Vorwürfen.

Als er dem alten Mann eröffnete, dass von 100 000 Euro auf verschiedene Konten verteilt 93 000 Euro fehlten, sei dieser wegen des Vertrauensmissbrauchs schockiert und sichtlich mitgenommen gewesen, sagte der Polizist, der ihn im Seniorenheim vernommen hatte. Er habe von dem Darlehen nichts gewusst und konnte sich auch die Masse der Buchungen nicht erklären, zudem er selbst sehr sparsam war. Er erinnerte sich aber an Blanko-Zettel, die er unterschrieben hatte. Der Mann ist mittlerweile verstorben und war am Schluss dement. Zum Zeitpunkt der Vernehmungen im Mai und Juni 2010 schilderte der Beamte ihn zwar als situationsbedingt aufgeregt, aber größtenteils orientiert.

Der Verteidiger des Angeklagten fragte mehrfach nach, ob der Geschädigte wirklich nur situationsbedingt durcheinander war. Er wollte außerdem wissen, wie die Einzelabhebungen vom Konto abgegangen sind und ob der Schaden nicht auch durch „Phishing“ oder Dritte entstanden sein könnte. Zu den letzteren Vermutungen entgegnete der Beamte, wenn das Konto geplündert worden wäre, hätte der Angeklagte dies anzeigen müssen.

Seit Juni 2010 hatte der Geschädigte eine Berufsbetreuerin. Da der Angeklagte seine Vollmacht nicht zurückgab, wurde sie von einem Gericht für kraftlos erklärt. Die Betreuerin beschrieb den alten Mann in den Jahren 2010 bis 2012 als körperlich gut beieinander. Er hatte zwar geistige Einschränkungen, aber das Langzeitgedächtnis sei sehr gut gewesen, was im Kurzzeitgedächtnis blieb, lag daran, wie bedeutsam es für ihn gewesen sei. Im Übrigen bestätigte sie die Sparsamkeit des Mannes, auf die er sehr stolz gewesen sei. 50 Euro Taschengeld pro Monat reichten ihm, größere Anschaffungen wollte er nicht haben.

  • Für den Prozess sind sechs weitere Verhandlungstage vor dem Amtsgericht angesetzt. Der nächste Termin ist am kommenden Donnerstag, 7. November.

jti

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