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„Lasst nicht zu, dass jemand unter euch fertig gemacht wird“

Wendeburg „Lasst nicht zu, dass jemand unter euch fertig gemacht wird“

Wendeburg. Cybermobbing, Homosexualität und Profifußball: Diese aktuell viel diskutierten Themen vereinte das Theaterstück „Ich chatte dich platt“, das das Schauspiel Schrader aus Berlin gestern für die Jahrgänge 7 und 9 an der Aueschule in Wendeburg zeigte.

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„Ich chatte dich platt“: Die Schüler der Jahrgänge 7 und 9 der Aueschule Wendeburg sahen gestern ein Theaterstück des Schauspiels Schrader, um Max (Mehmet Kucak), der im Internet zum Mobbingopfer wird.

Quelle: web

Max (gespielt von Mehmet Kucak) ist selbstsicher, wirkt fast schon arrogant: Der 16-Jährige ist Nachwuchsfußballstar und kommt bei den Mädchen gut an. Doch seine Welt bricht zusammen, als er im Internet zum Opfer wird. Lara (Cora Thomann) hat im Schulblog einen Artikel über ihn veröffentlicht. Dessen Fotos werden manipuliert und es wird ein Gerücht über ihn verbreitet: „Max ist schwul“. Die Angriffe im Internet verlagern sich nach und nach in die reale Welt, gipfeln schließlich in einer Schlägerei auf dem Fußballplatz. Am Ende wird Max’ Profi-Vertrag aufgelöst, und er tritt die Flucht an - nach England.

„Das ist keine Geschichte, das ist Realität“, machte Schauspieler Mehmet Kucak den Jugendlichen in der anschließenden Diskussion klar. Es gebe viele Beispiele von Fußballern, denen Internet-Terror widerfahren sei. Mobbing funktioniere nicht ohne diejenigen, die mitmachten. „Wir gucken zu und lassen zu, dass auf jemanden draufgetreten wird. Lasst es nicht zu, dass jemand unter euch fertig gemacht wird“, mahnte Kucak.

Die Schüler, von denen auf Nachfrage fast alle offenbarten, bei Facebook im Internet unterwegs zu sein, blieben bei der Diskussion zurückhaltend. Dies liege am Thema, erklärte Schulleiter Dieter Carlens. In großen Gruppen darüber zu reden, falle den Jugendlichen schwer. Cybermobbing nehme mehr und mehr zu, so Carlens. 90 Prozent der Fälle ereigneten sich allerdings außerhalb der Schule. „Eltern und Schüler kommen dann hilfesuchend auf uns zu, deshalb bieten wir jetzt dieses Theaterstück an“, sagte der Schulleiter. Auch im Unterricht werde das Thema weitergeführt.

Mitorganisiert wurde das Theaterstück, das auch in den Klassenstufen 8 und 10 gezeigt wurde, von der Schülervertretung. Heute sehen die 5. und 6. Klassen das Stück „Was heißt hier Internet?!“ über Neue Medien und Gefahren im Netz.

web

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