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Krummhorn und Konsorten: Musik wie im Mittelalter

Vechelde Krummhorn und Konsorten: Musik wie im Mittelalter

Wahle. Sie sieht aus wie eine Geige, hat aber Tasten: Die Nyckelharpa. Neben anderen alten Instrumenten aus dem Spätmittelalter spielt sie das „Schütz Consort“ der Klosterkirche Riddagshausen - zuletzt beim Epiphaniaskonzert zusammen mit dem Kirchenchor „Pax nobis“ Wahle/Sophiental in der St.-Martin-Kirche Wahle.

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Mit Nyckelharpa musizierte das „Schütz Consort“.

Quelle: rb

Das „Schütz Consort“ ist aus dem Ensemble für Alte Musik am Braunschweiger Dom entstanden. Heute wird es von Hans-Dieter Karras, hauptberuflicher Kirchenmusiker in Riddagshausen, ebenso geleitet wie der Chor „Pax Nobis“. Doch während sich letzterer dem reinen Gesang widmet, spielen beim „Schütz Consort“ auch Instrumente eine Rolle - und zwar ganz besondere.

Schon optisch fallen die alten, aus dem Spätmittelalter und der Renaissance stammenden Instrumente ins Auge: Etwa die Eingangs geschilderte Nyckelharpa, auch Schlüsselfidel genannt - ein Streichinstrument, dessen Saiten mit Hilfe eines kurzen Bogens in Schwingungen versetzt werden. Die Tonhöhe der Melodiesaiten wird dabei durch das Betätigen von Tasten bestimmt. „Ähnlich wie bei einer Drehleier“, erklärt Karras.

Noch heute werde die Nyckelharpa in Skandinavien gespielt, etwa in der Folkmusik - und das sehr virtuos. Auch in der spätmittelalterlichen Musik spielte sie eine wichtige Rolle, ebenso wie das Krummhorn, ein der Oboe verwandtes Instrument. Oder Zink, eine Art Trompete. „Reinen Chorgesang gab es damals gar nicht“, sagt Chorleiter und Organist Karras. „Fehlende Singstimmen wurden durch Instrumente ersetzt.“

Möglich machte dies auch der besondere Klang der historischen Musikinstrumente: „Sie sind viel sanfter und leiser, klingen sauber und klar“, beschreibt Karras. Eben einer Singstimme nicht unähnlich.

Zu spielen sind die Instrumente dabei mal schwerer, mal leichter als ihre modernen Verwandten: „Die Krummhörner müssen über ein Rohrblatt, das in einer Windkapsel streckt, mit einem relativ großen Druck angespielt werden“, schildert der Wendeburger. „Der Ton ist schwer stabil zu halten.“

Dabei sind die Musiker Laien, das Spielen der Instrumente haben sie sich laut Karras selbst beigebracht, zum Teil seien sie sogar selbst gebaut.

Dem Namen getreu interpretiert das „Schütz Consort“ vor allem Werke von Heinrich Schütz. Er gilt als der bedeutendste deutsche Komponist des Frühbarocks. Für besonderes Interesse sorgen dabei - wie auch bei den Konzertbesuchern in Wahle - immer wieder die Instrumente.

web

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