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Krötenwanderung auf dem Höhepunkt

Meerdorf Krötenwanderung auf dem Höhepunkt

Die Krötenwanderung hat ihren Höhepunkt erreicht: Für den Amphibienschutzbeauftragten des Landkreises Peine, Harro Henke, und seine ehrenamtlichen Helfer ist es eine arbeitsintensive Zeit. Sie tragen zum Teil 900 Tiere täglich über die Straße.

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Helfen den Kröten zwischen Wipshausen und Meerdorf auf der Reise in ihr Laichgewässer über die Straße (von links): Gerd Michaelis, Katrin Schneide und Harro Henke.

Quelle: kn

Meerdorf. Die Nacht gehört den Kröten. In der Dunkelheit begeben sich die Amphibien, überwiegend Erdkröten, auf Wanderung. Ziel ihrer Reise: Das Laichgewässer.

„Es ist eine sehr beschwerliche Wanderung“, sagt Henke, der am Sonntag zusammen mit Katrin Schneider vom Fachdienst Umwelt des Landkreises Peine und Helfer Gerd Michaelis Kröten an der K 13 zwischen Wipshausen und Meerdorf vor dem Straßentod bewahrt hat. „Die Kröten kommen direkt aus der Winterstarre und haben kein Nahrungsangebot.“ Eigentlich sei das Wetter zu windig, zu kühl und zu trocken für die Tiere. „Aber der genetische Druck ist so groß, dass sie trotzdem wandern“, erklärt Henke.

Zwei Mal am Tag – um 7 und um 22 Uhr – müssen an acht Stationen im Landkreis die Fangzäune kontrolliert, die Kröten eingesammelt und über die Straße getragen werden. Wer Glück hat, ist nach einer halben Stunde fertig, wer Pech hat, arbeitet bis nach Mitternacht, meistens bei „Sauwetter“, sagt Henke.

Mehr Rücksichtnahme wünscht er sich von den Autofahrern: „Zum Teil wird nicht abgeblendet und es werden zu hohe Geschwindigkeiten gefahren.“ Zudem fordert er mehr Anerkennung für die Krötenhelfer: „Ich sehe in dieser Arbeit eine ethische Verpflichtung, schließlich werden die Probleme von Menschen verursacht“, erklärt Henke. 17 000 Kröten seien im vergangenen Jahr über die Straße getragen worden. „Das kann langfristig so nicht weitergehen. Bei allen Planungen – ob es sich um Ausgleichsflächen oder Kiesabbau handelt – muss frühzeitig im Sinne des Amphibienschutzes eingegriffen werden.“

Krötenhelfer können sich unter Telefon 05176/667 melden.

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