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Krimi um Eifersucht und betrogene Liebe

Vechelde Krimi um Eifersucht und betrogene Liebe

Vechelde. Einen neuen Kriminalroman hat Klaus Nührig, Autor aus Braunschweig und Lehrer am Julius-Spiegelberg-Gymnasium Vechelde, geschrieben: „Das Haus an der Paulikirche“ zeigt menschliche Abgründe auf, ist gleichzeitig aber auch Liebesgeschichte.

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Klaus Nührig mit seinem neuen Buch „Das Haus an der Paulikirche“.

Quelle: web

„Es gibt Bilder, die einen verfolgen“, sagt Klaus Nührig. In seinem Fall: Ein Bild aus dem Herero-Aufstand 1904, als Namibia deutsche Kolonie war. Mit einem Bild, das aus dieser Zeit stammen könnte, beginnt der von der ersten Seite an spannende Krimi: Der Physiker Dr. Moses Ajayi erhält eine E-Mail mit einem Bild zweier Afro-Europäer, eines Mannes und eines Jungen, aneinandergekettet wie Sklaven. Ajayi, Sohn eines nigerianischen Politikers und einer deutschen Mutter, erkennt sich in beiden wieder: Er ist der Mann, er war der kleine Junge. Der Absender: „Blackwolf437“.

Von diesem Punkt an entwickelt sich die Handlung rasant: Als eine zweite Mail eintrifft, fürchtet Ajayi um das Leben seiner Frau - eine Angst, die ihn schließlich zum Schauplatz eines Mordes treibt und die ihn zum Hauptverdächtigen macht.

Autor Klaus Nührig hat die Handlung seines Krimis nach Braunschweig, seinen Wohnort, verlegt: „Es hat viele Bezüge zu Braunschweig und einen hohen Wiedererkennungswert“, sagt er. Etwa die auch im Titel vorkommende Paulikirche, „die schönste Kirche in Braunschweig“, wie der 1958 geborene Autor findet. Drei Jahre lang hat er an seinem neuen Buch gearbeitet, bis es nun in einer 2000 Stück starken Auflage beim Leda Verlag erschienen ist. Darin lässt er Protagonist Ajayi sich auf die Spuren seines Lebens begeben und selbst zum Ermittler werden. „Dabei kommt er seinem schlimmsten Versagen auf die Spur“, verrät der Autor. Immer wieder sieht sich Ajayi Rassismus ausgesetzt - in der Kindheit, der Studienzeit, der mysteriösen E-Mail. Seine Hauptfigur jedoch verdränge diese Erfahrungen - auch, wenn sie sich durch ihr Leben ziehen.

Doch Ajayi kann auch zurückschlagen: „Er ist latent aggressiv - doch das rettet ihn später auch“, sagt der Autor, der seine zwiespältige Hauptfigur für „ein kleines bisschen besser, als den Durchschnitt“ hält - eine Meinung, die seine Frau im Übrigen nicht teile, sagt Nührig mit einem Lachen. Auch seine Lektorin habe die Hauptfigur nach einer besonders schlimmen Streitszene „erschlagen“ wollen.

Großes Thema des Romans ist die Eifersucht. „Sich in der Liebe betrogen und unsicher zu fühlen, ist eine große Erschütterung, eine Urangst des Menschen“, glaubt Nührig, „mit möglicherweise tragischen Folgen.“ Bis zum Ende bleibt offen, wer die mysteriöse E-Mail verschickt und damit die Handlungskette in Gang gesetzt hat. web

2 Klaus Nührig: Das Haus an der Paulikirche, 221 Seiten, Leda-Verlag, ISBN 978-3-86412-017-6, 9,95 Euro.

Info: Lesung bei Gillmeister

Klaus Nührig liest aus seinem neuen Kriminalroman „Das Haus an der Paulikirche“ vor: Den Auftakt bildet am Donnerstag, 18. April, 19.30 Uhr die Lesung in der Buchhandlung Gillmeister in Peine. Am Freitag, 19. April, 20.15 Uhr liest er bei Graff in Braunschweig. 23 weitere Lesungen sind bis Ende September im Raum Peine, Helmstedt, Braunschweig und Hildesheim vereinbart, darunter allein 19 bei den Krimi-Floßfahrten „Mord auf der Oker“. Weitere Informationen zum Autor gibt es im Internet unter der Adresse www.klaus-nuehrig.de.

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