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Klein Lafferder erinnert sich an 88er Unwetter

Lengede Klein Lafferder erinnert sich an 88er Unwetter

Klein Lafferde. Zahlreiche Leser-Reaktionen gab es auf den PAZ-Artikel vom vergangenen Montag, in dem über die Windhose berichtet wurde, die am 1. Juli 1988 unter anderem in Groß Lafferde eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte. „Auch in Klein Lafferde tobte eine Windhose und hat große Schäden angerichtet“, sagt zum Beispiel Herbert Meier aus Klein Lafferde. Und an den besagten Tag erinnert er sich noch ganz genau.

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Herbert Meier hat selbst kein Foto von den Zerstörungen in Klein Lafferde gemacht – es sah aber ähnlich wie hier im Nachbarort Groß Lafferde aus.

Quelle: Archiv

„Gegen 15.30 Uhr näherte sich eine Windhose von Süden kommend dem Ort. Wie ich es früher nur immer im Fernsehen gesehen hatte, verfinsterte sich der Himmel und ein gelb-bräunlicher Wirbel näherte sich unserem Grundstück“, erinnert sich der Klein Lafferder. „Wir hatten am Morgen mit einigen Helfern begonnen, einen Carport auf unserem Grundstück an der Peiner Straße zu errichten und waren mit den Arbeiten fast fertig.“

Gegenüber in der Gastwirtschaft „Zur Linde“ fand zu der Zeit ein Kaffeetrinken nach der Beisetzung von Hans Brandes statt, einige Häuser weiter war außerdem Familie Perschall mit der Vorbereitung für die Feierlichkeiten des 40. Geburtstages der Hausherrin beschäftigt. „Diese Windhose fällte dann in unserem Garten sechs Tannen, fällte die unter Naturschutz stehende Linde und nahm noch das aufgebaute Zelt von den Perschalls mit“, sagt Meier.

Den weiteren Weg der Windhose durch das Dorf Richtung Sportplatz am Walde könne er allerdings im Detail nicht nachvollziehen. „Aber am Waldrand auf dem Sportplatz wurden sieben Bäume in der Nähe von der linken Eckfahne in Richtung Ortschaft entwurzelt“, erinnert sich Meier. „Für den Sportverein, deren Vorsitzender ich damals war, war es jedoch im Nachhinein sogar ein Glücksfall: Der Sportplatz wurde 1983 saniert und mit einer Dränage versehen, aber die besagte Ecke war wegen der besonderen Lage immer feucht, da sie im Schatten der Bäume lag. Nach der Windhose war das Problem behoben. Man sieht, dass ein Unwetter manchmal auf gute Seiten haben kann.“

Die Windhose müsse dann weiter durch den Wald, Richtung Tonkuhle nach Oberg und dann nach Peine gezogen sein, glaubt der Klein Lafferder. „Das im PAZ-Bericht erwähnte Unwetter in Groß Lafferde muss deshalb wohl aus einer anderen Richtung gekommen sein - vielleicht ja aus Söhlde.“

mu

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