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Kläranlage wird modernisiert

Lengede Kläranlage wird modernisiert

Lengede. Der Umbau an der Lengeder Kläranlage hat begonnen. Das teilte jetzt der Bürgermeister der Gemeinde, Lengede Hans-Hermann Baas, mit.

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Die Lengeder Kläranlage: Die Modernisierung soll Mitte 2014 abgeschlossen sein.

Dabei wird die dringend sanierungsbedürftige Klärschlammbehandlung modernisiert. „Dies nutzen wir zudem, um die Energieeffizienz der Anlage zu steigern. Somit werden wir künftig nicht nur die Abwärme direkt auf der Anlage einsetzen, sondern erstmals auch das Klärgas zur Stromerzeugung nutzen“, erläutert der Bürgermeister. Damit sei diese Maßnahme nicht nur ein Modernisierungsvorhaben, sondern ein weiterer Baustein im nachhaltig ausgerichteten, dezentralen Energiekonzept der Gemeinde.

Das aus Linz am Rhein übernommene Konzept (siehe auch Hintergrund) mit einer Verbesserung der Energiebilanz und einer Umwandlung von Klärgas mittels eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) in Strom und Wärme habe überzeugt. So wurden rund 2,3 Millionen Euro für den Umbau in den Haushalt eingestellt. Die Aufträge sind zwischenzeitlich vergeben. Die ersten Bauarbeiten haben begonnen. „Allein für die Erhitzung des Schlamms auf 65 Grad mussten bislang rund 34000 Euro pro Jahr aufgebracht werden. Bei steigenden Energiepreisen rechnet sich die neue Anlage auch deshalb schnell“, so Baas. Zudem könne die Anlage Strom im Wert von rund 50000 Euro pro Jahr aus Klärgas herstellen. Ein weiterer Baustein, mit dem die Gemeinde bewusst auf regenerative Energiequellen umsteige.

Kernstück der neuen Anlage mit anaerober Schlammbehandlung sind zwei über sieben Meter hohe Faultürme. Sie können später parallel oder auch hintereinander geschaltet werden. „Damit sind eine hohe Flexibilität und eine maximale Gasausbeute gewährleistet“, erklärt Fachbereichsleiter Cord-Heinrich Helmke. In einem Blockheizkraftwerk wird dann vor Ort aus der Verbrennung von Klärgas Strom erzeugt und für den Kläranlagenbetrieb genutzt. In „Spitzenzeiten“ könnte überschüssige Energie auch in das Stromnetz eingespeist werden. Die Abwärme des BHKW beheizt das vorhandene Sozialgebäude.

Das Maschinengebäude wird dicht bei den neuen Faultürmen erstellt. Damit sind kurze Transportwege für den Schlamm-, Gas- und Wärmetransport gesichert. „Nach jetzigem Bauzeitenplan wird die neue Anlage Mitte 2014 einsatzbereit sein“, sagt Helmke vorausblickend.

Der stabilisierte Klärschlamm wird, nachdem seine Energie dann schon auf der Anlage weiter genutzt worden ist, in die landwirtschaftliche Verwertung gehen, wo er als Dünger genutzt wird.

rd

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