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Kindheit in Woltwiesche: Ehemaliger Schüler (70) stellte Buch in der Schule vor

Lengede Kindheit in Woltwiesche: Ehemaliger Schüler (70) stellte Buch in der Schule vor

Woltwiesche. Da staunten die Kinder der Grundschule Woltwiesche nicht schlecht, als Bernd Radetzki von seinem Schulalltag in eben dieser Schule berichtete. 64 Jahre ist es nun her, dass er in denselben Räumen lernte.

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Bernd Radetzki sprach über die Kindheitserinnerung in der Grundschule Woltwiesche - und hatte viele alte Bilder mit dabei.

Quelle: mea

„Als ich 70 Jahre alt geworden bin, habe ich beschlossen, meine Erinnerungen an meine Schulzeit in Woltwiesche aufzuschreiben“, so der pensionierte Berufsschullehrer. So entstand schließlich sein Buch „Kindheitserinnerungen an die ersten 10 Jahre in Woltwiesche - Ein Rückblick mit 70“, in dem auch viele Fotos zu finden sind. Nachdem die Familie 1946 aus Landeshut in Schlesien nach Woltwiesche geflohen war, wurde Radetzki im Jahr 1950 eingeschult.

Für die Dritt- und Viertklässler war der Vortrag eine spannende Abwechslung zum Schulalltag. „Wir machen jetzt eine Zeitreise“, kündigte Radetzki an. Viele Bilder und Original-Utensilien brachten die Kinderaugen zum Leuchten. Besondere Begeisterung zeigten sie bei einem alten Foto ihrer Schule. „Das ist ja unsere Schule! Aber die Mensa, in der wir jetzt immer essen, fehlt noch“, hieß es aus den Reihen. Man stellte aber schnell fest, dass sich so viel gar nicht verändert hat.

Das Einschulungsfoto rief erst mal ein kleines Gelächter hervor. Auch wenn die Schultüte den Kindern bekannt vorkam, wirkten die strenge Frisur, der Ledertornister und die weißen Stricksocken doch etwas fremd. „Es gab damals eine extra Brottasche, damit man die Schulbücher nicht beschmutzte. An einen Plastikbeutel war noch nicht zu denken“, erklärte Radetzki.

Auch seine alte Schiefertafel mit Tuch und Schwamm präsentierte er den Kindern. „Anfangs haben wir auf darauf geschrieben. Später benutzten wir dann Tintenfass und Feder. Kugelschreiber gab es noch nicht.“

Ein altes Zeugnis sorgte gerade bei den Jungen für ein Schmunzeln. „Sie hatten in Sport nur eine Vier?“ Radetzki war kein Freund dieses Faches: „Damals lernten wir auch das Marschieren in der Turnhalle. Wenn man nicht spurte, gab es mit dem Rohrstock einen Klaps.“

Da sein Vater eine Bäckerei in Woltwiesche besaß, wurde er hier immer „Mehlsack“ genannt, erklärte er. „Was genau unterrichtet wurde, weiß ich nicht mehr. Aber an diesen Kosenamen werde ich mich immer erinnern.“

mea

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