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KAB: Thema Organspende

Lengede KAB: Thema Organspende

Lengede. "Der Organspendeausweis ist nicht nur für eine Zustimmung, sondern ebenso zur Ablehnung geeignet", so Britta Spandau, Bezirksleiterin der AOK-Peine, bei der jüngsten Bildungsveranstaltung der katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Lengeder Gemeindezentrum St. Marien.

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Britta Spandau von der AOK-Peine wurde zur „Organspende“ vom Vorsitzenden Bernhard Gertler zur KAB nach Lengede eingeladen.

Britta Spandau referierte sachlich, neutral, doch sehr unterhaltsam über Skandale, Gesetze und Verfahren zur Organspende. 350 Transplantationszentren gäbe es in Deutschland, rund 12000 Patienten warten auf ein Spenderorgan und eine reine Herzübertragung koste etwa 100000 Euro, dazu kämen noch einmal 65000 Euro für Gebühren und Nebenkosten.

„Die Anzahl der Zentren sollte reduziert, das Sechs-Augen-Prinzip eingeführt, eine anonyme Meldestelle eingerichtet und eine öffentliche Überwachungskommission gegründet werden“, fordert Spandau für die AOK aufgrund neuester gesetzlicher Grundlagen.

Auch die komplizierten Abläufe einer Organspende wurden dargestellt. „Zwei an der Transplantation nicht beteiligte Fachärzte müssen den Hirntod feststellen“, betonte Spandau. End dies sei nur bei einem Prozent aller Verstorbenen vor dem Herztod der Fall. So kämen auch nur wenige Spender infrage, dazu müsse dann auch noch ein geeigneter Empfänger gefunden werden.

Während die Patienten in einer Datei bei „Eurotransplant“ in den Niederlanden registriert seien, würden Spender nicht erfasst. Auf dem Organspendeausweis würde die Entscheidung für „Ja“ oder „Nein“ festgehalten und im Notfall entscheidend sein. „Jeder sollte für sich pro oder kontra entscheiden“, wünscht sich Spandau, denn es gebe „kein richtig oder falsch“, deshalb würden die Krankenkassen auch keine Empfehlungen abgeben. Wer sich rechtzeitig äußere, schaffe Klarheit und überlasse nicht den Angehörigen die oft schwierige Entscheidung.

„Es ist eine Entscheidung für das Leben“, so die Versichertenexpertin. „Für welches?“, fragte daraufhin ein Skeptiker aus der Runde. Zahlreiche Fragen und eine interessante kontroverse Diskussion schlossen sich an, die allerdings mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

rd

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