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Jungstörche starten beringt ins Leben

Vechelde Jungstörche starten beringt ins Leben

Vechelade. Fünf Wochen sind die drei Jungstörche in Vechelade alt - seit Dienstagabend tragen sie nun Ringe, die ihnen der ehrenamtliche Storchenbetreuer Georg Fiedler angelegt hat. Mit deren Inschrift lassen sich nicht nur die Zuggewohnheiten der Tiere erforschen, sondern auch ihre Lebensläufe verfolgen.

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Mithilfe der Drehleiter der Vechelder Feuerwehr konnte Georg Fiedler die Jungstörche im Nest beringen.

Quelle: im

„In Vechelade ist es die erste Brut seit mehr als 100 Jahren“, sagt Georg Fiedler. Der 59-Jährige aus Rohrs-heim im Harz ist ehrenamtlicher Storchenbeauftragter für das Niedersächsische Umweltministerium und im Landkreis Peine tätig.

Nachdem die Nistplattform im Herbst 2008 aufgebaut wurde, sei sie erstmals im Jahr 2011 von einem Storchenpaar angenommen worden. Doch einen Bruterfolg gab es erst jetzt: Drei junge Störche sind in dem Nest geschlüpft. „Eines ist erst später geschlüpft und in der Entwicklung zurückgeblieben“, hat Fiedler beobachtet. Doch inzwischen hat auch das Kleinste deutlich aufgeholt. „Die Chancen stehen gut, dass alle in vier bis fünf Wochen ausfliegen“, meint der Storchenbeauftragte.

Und mit den Ringen, die Fiedler den Jungstörchen angelegt hat, lässt sich nun auch deren weiterer Lebensweg verfolgen - und zwar aus der Ferne. Denn: „Die Nummer kommt auf dem Ring vier Mal vor, sodass man sie aus jedem Blickwinkel sehen kann. Das ist bis auf 150 Meter Entfernung mit einem Teleskop möglich“, erklärt Fiedler. Nur für die Beringung selbst musste er den Tieren „auf die Pelle rücken“: „Aber die Beringung bedeutet für die Jungstörche weniger Stress, als für Vögel, die in Netzen gefangen werden“, meint Fiedler. Denn die Tiere stellten sich bei Annäherung tot und blieben ruhig liegen. Auch Angriffe von Altstörchen seien nicht zu befürchten, konnte Fiedler die Vechelder Feuerwehr beruhigen, die ihre Drehleiter für die Aktion zur Verfügung gestellt hatte. Er selbst sei nur ein einziges Mal von einem Altstorch angegriffen und verletzt worden: „Aber das war eine Handaufzucht, er hatte keine Angst vor Menschen“, so der freiberufliche Ornithologe. Häufig - wie in Vechelade - bekämen die Elterntiere gar nichts von der Beringung mit.

Bei dem Storchenmännchen handele es sich im Übrigen um einen alten Bekannten aus der Nachbarschaft: „Das Männchen ist 2008 in Wendeburg geschlüpft. Im vergangenen Jahr ist es in die Heimat zurückgekehrt, hat das Gebiet ausgekundschaftet und für geeignet befunden.“

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