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"Jüngere Internetnutzer nicht allein lassen"

Wendeburg "Jüngere Internetnutzer nicht allein lassen"

Wendeburg. „Wie kann ich mein Kind im Internet schützen?“ Diese Frage bewegte die Besucher der Veranstaltung „Ran an die Maus, rein ins Netz - Wenn Kinder im Internet auf Reisen gehen“, zu der die Landfrauen Wendeburg in Kooperation mit der Aueschule Wendeburg eingeladen hatten.

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Facebook, SchülerVZ und Co.: Internet-Expertin Anne Dirking von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sprach vor den interessierten Zuhörern zum Thema „Kinder im Internet“.

Quelle: oh

Erstaunliche Zahlen konnte Anne Dirking, Internet-Expertin von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Zuhörern gleich zu Beginn präsentieren: Bereits 60 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen hätten Kontakt mit dem Internet, von den 15- bis 17-Jährigen gingen täglich 99 Prozent online. „Im Schnitt ist jeder Jugendliche 134 Minuten pro Tag im Internet“, betonte Dirking. Jeder Zweite von ihnen habe bereits Fotos ins Netz gestellt, viele gäben im Internet bereitwillig Auskunft über ihr Privatleben und gingen großzügig mit ihren persönlichen Daten um.

Auf diese „Generation sorglos“ hätten sich dubiose Anbieter im Internet spezialisiert, die versuchten, Kinder und Jugendliche aus verschiedensten Motiven auf Seiten mit jugendgefährdenden Inhalten, rechtsextremer Propaganda, Gewaltdarstellungen und Abzocke zu locken. Auch Webcam-Erpressung kam zur Sprache: Hier werde vor allem das Vertrauen von Mädchen missbraucht, indem man sie zum Hochladen von Fotos verleite, die dann unter Umständen für Erpressungen verwendet würden, so die Expertin.

Die Referentin erläuterte den Aufbau und die Gefahren von sozialen Netzwerken wie etwa „SchülerVZ“ und „Facebook“ sowie den unterschiedlichen Chat-Angeboten im Netz, wobei auch das Problem des Cyber-Mobbings nicht ausgespart wurde.

Einen absoluten Schutz für Kinder im Internet gebe es nicht. Hilfreiche Browser-Einstellungen, Filter, Beschwerden oder Anzeigen seien zwar möglich, könnten aber die Betreuung durch die Eltern nicht ersetzen. Besonders die jüngeren Internetnutzer sollten nicht allein gelassen werden.

Die Aueschule Wendeburg greife dieses Problem im Rahmen der Medienerziehung im Fachbereich Informatik bereits auf, so Schulleiter Dieter Carlens. Zukünftig solle das Thema aber in allen fünften und sechsten Klassen in Projekten mit außerschulischen Partnern bearbeitet werden, um die Eltern intensiv in ihren Bemühungen um den Schutz der Kinder zu unterstützen.

rd

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