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„Jetzt schreibe ich ein Buch“

Lengede „Jetzt schreibe ich ein Buch“

Klein Lafferde. Früh übt sich, was sich als Romanproduzent in den Bücherregalen des Handels und der Literaturverbraucher seinen Stammplatz, oder besser: seine Stammplätze in Augenhöhe reservieren möchte.

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Die Klein Lafferder Autorin Sabrina Michalek beim Schreiben mit ihrem Laptop.

Quelle: Ulrich Jaschek

Bei Sabrina Michalek aus Klein Lafferde flammte die Liebe zum Umblättern schon als Baby mit Kunststoff-Bilderbüchern auf. Später näherte sich das Mädchen noch vor der Einschulung der Leselöwen-Literatur und erlebte dann auf der Schulbank die Faszination gedruckter Worte.

Seit beinahe zehn Jahren widmet sich die inzwischen 26-jährige Fachkraft für Lagerlogistik aus Klein Lafferde aktiv der Erzeugung von Lesestoff und kommt damit und auch mit der Publikation erstaunlich gut voran.

„Vermutlich hat die Lust am Lesen an meine Fantasie beflügelt“, sagt sie und berichtet über erfreuliche Benotungen für Aufsätze und Diktate. Von Inhalten einer japanische Abenteuer-Zeichentrickfilmserie im Fernsehen lässt sie sich zum Entschluss motivieren: „Jetzt schreibe ich ein Buch“.

Und so taugt „Aufbruch ins Ungewisse“ nicht nur als Titel für ihren Abenteuerroman für Leseratten in der Grundschule, sondern durchaus auch als Devise für Jungliteraten.

Im Internet sei sie auf den „Wagner-Verlag“ (heute: Edition Wagner Verlag) aufmerksam geworden, der nicht nur Interesse an ihrem Erstling zeigte, sondern ihn schließlich auch in die Angebotspalette der Buchhandlungen hievte. Indessen: „Ohne eigene Zahlungen an den Verlag sei das allerdings nicht möglich gewesen“, räumt die Autorin ein, inzwischen sei sie aber „mit dem Erfolg sehr zufrieden“.

Sieben Lesungen in Grundschulen habe sie inzwischen absolviert, kürzlich in Salzgitter-Bad vor immerhin 100 mäuschenstillen und erwartungsvollen Kindern. „Eine tolle Erfahrung“ sei dieser Auftritt für sie gewesen, was ihren schriftstellerischen Eifer zusätzlich befeuere.

Im Moment arbeite sie an zwei Projekten gleichzeitig: der „Aufbruch“ werde fortgesetzt, außerdem entstehe ein in Hamburg angesiedelter Thriller. Schreiben könne sie überall. „Die Pause in der Firma reicht mir schon“. Dort verwendet sie Papier und Stift, daheim beherrscht sie die Computer-Tastatur mit zehn Fingern.

Ihr zeitliches Pensum betrage „je nach persönlicher Form“ zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Ihre Eltern schenkten ihr ein praktisches Knie-Tablett, sodass nun sogar das Bett als Autorenklause diene.

Dies sei beispielsweise erst kürzlich dringend erforderlich geworden, als ihr Verleger 50 Seiten vom „Aufbruch“ nachforderte. Das Buch werde inzwischen für den englischsprachigen Markt übersetzt und müsse deswegen inhaltlich angefüttert werden. Kein Problem für die emsige Autorin.

Erst vor wenigen Wochen nutzte sie die Gelegenheit, ihren Erstling auf der Wiener Buchmesse zu präsentieren und flirtet gedanklich bereits von Buchpräsentationen in London und New York. Noch könne sie vom Schreiben nicht leben, sagt sie und nippt gelassen an ihrer Kaffeetasse. Die Betonung liegt auf „noch“.

Von Ulrich Jaschek

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