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Inseln der Ruhe für Feldlerchen und Co.

Vechelde Inseln der Ruhe für Feldlerchen und Co.

Vallstedt. Einen Platz zum Brüten findet die Feldlerche heutzutage im dichten Weizenbestand nur schwerlich. Lieber sucht sich der Bodenbrüter deshalb die Fahrspuren im Acker für seine Nester aus - mit verhängnisvollen Folgen für den Nachwuchs. Daher werben nun die Peiner Kreisjägerschaft und das Landvolk für Schutzzonen für das Niederwild, sogenannte Lerchenfenster.

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Michael Sehle (v.l.), sein Sohn Aaron (8), Axel Rühmann und Wilfried Henties stehen auf einem Weizenacker in Vallstedt neben einem Lerchenfenster.

Quelle: web

„Der intensive Ackerbau und die fortschreitende Modernisierung in der Landwirtschaft hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Tierwelt“, gibt Wilfried Henties vom Landvolk unumwunden zu. Engste Saatreihen-Abstände machen zum Beispiel Bodenbrütern wie Feldlerche und Rebhuhn das Leben schwer, da sie ihre Nester vorzugsweise dort in Feldern anlegen, wo der Bewuchs nicht zu dicht ist, um Fressfeinde rechtzeitig erkennen und flüchten zu können.

Um für sie geeignete Brut- und Aufenthaltsplätze zu bieten, legen Landwirte im Kreis Peine sogenannte Lerchenfenster an. „Das sind 15 bis 20 Quadratmeter große Flächen im Wintergetreide, die bei der Bestellung mit Saatgut ausgelassen werden“, erklärt Michael Sehle, Naturschutzobmann der Peiner Jägerschaft. So entstehen Fehlstellen im Feld, „Inseln der Ruhe“, die nicht nur von Feldlerchen, sondern auch von Kiebitzund Feldhase genutzt werden, wie Axel Rühmann, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, erklärt.

Die Idee dazu stammt aus England. Dort habe sich der Bruterfolg im Wintergetreide an den Lerchenfenstern verdreifacht. Die Landwirte erhalten pro Lerchenfenster zehn Euro, finanziert zu 90 Prozent von der Landesjägerschaft, zehn Prozent trägt die Kreisjägerschaft. Nicht mehr als drei Lerchenfenster sind pro Hektar Acker erlaubt.

Interessierte Landwirte, die sich an der Aktion „Schutzzone Lerchenfenster“ beteiligen wollen, können sich an die zuständigen Jagdpächter oder Hegeringleiter wenden.

2011 gab es im Landkreis Peine 176 Lerchenfenster, in diesem Jahr sind es bereits 190, etwa 35 davon allein im Vallstedter Revier.

web

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