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IGS Lengede: Lernentwicklungsbericht statt Zeugnis

Lengede IGS Lengede: Lernentwicklungsbericht statt Zeugnis

Lengede. An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Lengede gab es gestern nicht wie an den meisten anderen Schulen im Peiner Land Zeugnisse, sondern sogenannte Lernentwicklungsberichte (LEB). Mit diesen neu entwickelten Schriftstücken soll Kindern und Eltern eine detailliertere Rückmeldung über den Lernstand gegeben werden, als mit den sonst üblichen „Giftzetteln“.

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Das Foto zeigt die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d der IGS Lengede, die gestern ihre Lernentwicklungsberichte bekommen haben.

Quelle: oh

„Wir verzichten bis Ende Klasse 8 vollständig auf Ziffernnoten, da wir sie für wenig aussagekräftig halten“, erläutert Gesamtschuldirektor Dr. Jan-Peter Braun die Idee hinter den LEB. Der Pädagoge ist sich sicher, dass bei einer zusammenfassenden Note die einzelnen Stärken und Schwächen eines Kindes nicht deutlich werden. Deshalb hat das Kollegium der IGS innerhalb zahlreicher Projektteams, Fachteams und anderer Gremien in den vergangenen eineinhalb Jahren die neuen Lernentwicklungsberichte entwickelt, Projektleiterin war Kerstin Jasper, didaktische Leiterin der Schule.

Die jeweils 14 Seiten umfassende Mappe wurde gestern den Schülern der IGS übergeben. Die Lernleistungen beziehungsweise Kompetenzstände werden dabei pro Fach auf einer DIN-A4-Seite dargestellt. Hinzu kommen eine Titelseite mit der Rückmeldung zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie den Stärken des Schülers, eine Seite über die Arbeit während der mehrwöchigen Projektphasen sowie ein vom Schüler selbst geschriebener „Schülerbrief“. In diesem reflektieren die Kinder und Jugendlichen die Lehr- und Lernprozesse des vergangenen halben Jahres aus ihrer Sicht. In jedem Fach geben die Lehrer eine Rückmeldung über die Kompetenzstände in durchschnittlich 15 unterschiedlichen Bereichen pro Fach. Auf jedem LEB sind die für das entsprechende Fach zentralen Kompetenzen aufgetragen. Daneben ist angegeben, welcher Kompetenzstand erreicht ist. Das Besondere ist, dass es parallel dazu eine grafische Darstellung gibt, die fortgeschrieben wird. „Es entsteht so eine Kurve, die die Kompetenzentwicklung des Kindes bezogen auf die einzelnen Bereiche eines Faches abbildet“, erläutert Jasper.

Diese Form der „Kompetenzstandsfeststellung beeinflusse natürlich auch den Unterricht, sagt der Pädagoge. „Die Planung von Unterricht beginnt bei uns mit der Festlegung der Kompetenzen, die in einer Unterrichtseinheit aufgebaut und gesichert werden sollen, dann werden Aufgaben für die Klassenarbeit entwickelt, mit denen die entsprechenden Kompetenzstände am Ende der Unterrichtseinheit überprüft werden sollen“, erläutert Braun. „Es geht uns in den Jahrgängen 5 bis 8 nicht primär um Bewertung, sondern um die Unterstützung von Lernprozessen. Die LEB stellen diesbezüglich eine entscheidende Hilfestellung für Lehrer, Schüler und Eltern dar.“

mu

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