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Herzog Ferdinand wurde heute vor 220 Jahren umgebettet

Vechelde Herzog Ferdinand wurde heute vor 220 Jahren umgebettet

Vechelde. Es war sein letzter Wille, in seinem geliebten Vechelder Schlosspark beigesetzt zu werden, doch Herzog Ferdinand zu Braunschweig und Lüneburg, einst Gutsherr von Vechelde, fand seine letzte Ruhe in der Gruft im Braunschweiger Dom. Wie es dazu kam und wie sein Sarg heute vor rund 220 Jahren überführt wurde, hat Vecheldes Ortsheimatpfleger Heinz Werner recherchiert.

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Herzog Ferdinand wollte in seinem geliebten Vechelder Schlosspark (Bild) begraben werden, wurde aber in die Domgruft umgebettet.

Quelle: A

Ferdinand, berühmter Feldherr im Siebenjährigen Krieg, starb am 3. Juli 1792 in Braunschweig, wo er zunächst in der Domgruft aufgebahrt wurde. „Seinem testamentarischen Wunsch entsprechend wurde sein Sarg im inzwischen fertiggestellten Grabgewölbe im Vechelder Schlosspark am 28. Juli 1792 nachts beigesetzt“, weiß Werner. Denn Ferdinand habe seine letzte Ruhe in seinem geliebten Park finden wollen.

Doch nach anderthalb Jahren gefährdete der hohe Grundwasserstand im Gewölbe seinen Sarkophag. Daraufhin wurde dieser in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 1794 in die Braunschweiger Domgruft umgebettet.

Geleitet wurde die Aktion von Finanzrat Heinrich Adolph Römer, der auch die Gesamtkosten von rund 26 Thalern verauslagte, die ihm die Fürstliche Cammer erstattete. „Die größte Summe erhielt der Tischlermeister Frieß, der mit seinen Leuten Hebung und Transport des Sarges übernahm, ebenso die Polierung des lädierten Sarkophags“, sagt der Ortsheimatpfleger. Die Dienerschaft des Schlosses wohnte der Sarghebung in der Schlosskirche bei. Anschließend wurde sie mit Kaffee, Zucker und Zwieback bewirtet.

Heute befindet sich der Sarg in der Fürstengruft des Braunschweiger Doms. Seine Sarg-Inschriften hat Ferdinand vorgegeben. Am Kopfende steht: „Ferdinand Gutsherr von Vechelde vom Jahr 1764 an, bis den 3t Jul 1792 geboren in Braunschweig auf dem kleinen Mosthofe den 12t Jan 1721 gestorben den 3t Jul 1792.“ Die Inschrift am Fußende lautet: „Grosser aber durch das Blut Jesu Christi seines Heilandes und Erlösers begnadigter Sünder vor Gott hier nur seine irdische Hülle.“ Werner erklärt: „Ferdinand verzichtete also auf jegliche Titel und Verdienste, seinem Wesen entsprechend.“

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