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Heimatpfleger erinnert an Bau der Reichsautobahn

Zweidorf Heimatpfleger erinnert an Bau der Reichsautobahn

Röhrse/Zweidorf. „Ich wurde gefunden beim Bau der Reichsautobahn 1934/35“ steht auf einem großen Stein in der Peiner Ortschaft Röhrse. „Das Denkmal erinnert an den Autobahnbau vor 80 Jahren in der Region“, weiß Wendeburgs Gemeindeheimatpfleger Rolf Ahlers.

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Dieser Gedenkstein soll an den Bau der Autobahn erinnern.

Quelle: oh

Mit großem Propagada-Aufwand war am 21. März 1934 an mehreren Stellen im damaligen Deutschen Reich mit dem Autobahnbau begonnen worden. Auch wenige hundert Meter östlich der heutigen Raststätte „Zweidorfer Holz“ an der A 2 fand ein feierlich gestalteter „erster Spatenstich“ statt. „Die aus Birkenstämmen errichtete Rednertribüne befand sich genau an der Stelle, wo die Autobahn über die Kreisstraße Wendeburg-Rüper führt“, sagt Ahlers. „Die Ansprachen von den Vertretern der Obrigkeit wurden von vielen Menschen gern wahrgenommen, denn das Bauvorhaben - begonnen in einer Zeit mit großer Arbeitslosigkeit - brachte nun viele Arbeitsplätze und damit bessere Einkommensverhältnisse.“

1500 Mann waren in diesem Mittwochmorgen angetreten, um anschließend mit Spaten oder Schaufel im wahrsten Sinne des Wortes „Hand“ anzulegen bei diesem großen Bauvorhaben - einer hatte seinen Spaten sogar mit Blumen geschmückt. „Maschinelle Unterstützung bei den Erdbewegungen gab es lediglich durch Lorenbahnen. Auch der Rüper Berg verlor seine 94,5 Meter hohe Kuppe und den östlichen Teil. Der gewonnene Kies diente, ebenso wie der Aushub von der Unterführung der Straße Wendeburg-Rüper, zum Aufschütten des Dammes durch die Aueniederung“, erzählt Ahlers.

Trotz der „von oben her“ verfügten Trassenführung sei es den örtlich Verantwortlichen gelungen, die historische Reiterlinde als Naturdenkmal in der Feldmark Wendeburg zu erhalten: Die Autobahn wurde etwas nach Norden verlegt, die Straßenunterführung Wendeburg-Rüper nach Westen. „Nur etwa zehn Jahre später führten Blitzschlag und Sturm zum Totalschaden an der Linde. Am 1. Mai 1960 wurde an der historische Stelle eine neue Linde gepflanzt, sie blieb auch durch die inzwischen vorgenommenen Autobahnverbreiterungsarbeiten in ihrem Wachstum unbeeinträchtigt.“

Nach rund zwei Jahren harter körperlicher Arbeit war in diesem Abschnitt das Werk vollendet. Am 5. April 1936, einem Sonntag, wurde der hiesige Autobahnabschnitt für den Verkehr freigegeben. „Die 32 Kilometer lange Strecke von Braunschweig-West bis Lehrte war als dritte Autobahnstrecke im damaligen Deutschen Reich vollendet“, erzählt Ahlers. „Bei den Erdarbeiten wurden auch in den Eiszeiten herangeschobene Steine gefunden. Ein bemerkenswert großer Stein wurde zum in Röhrse stehenden Denkmal.“

mu

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